(Foto: privat)
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Neuss. Das historische Gut Vellbrüggen ist nicht nur für alle Norfer Wahrzeichen und Heimat, sondern für rund 100 Menschen ihr Zuhause. Die rund 25 Wohnparteien beherbergen knapp 100 Bewohner, über 3. Generationen gespannt – zudem 15 Kinder im Alter bis 14 Jahren, von denen die meisten in Norf zur Schule gehen. Gelegen ist das Gut am Rad- und Wanderweg der „Golfplatzrunde“ und erreichbar über eine kleine Fahrstraße.

Die Problematik hierbei: Der einzige Schulweg für die Kinder führt über die Zufahrt zum Gutshof und damit auf die direkt angrenzende L142/L380, die von Pendlern in Richtung Ortseingang mit 70 km/h befahren werden darf. Für Kinder und Erwachsene fehlen an dieser Stelle sichere Überquerungsmöglichkeiten. Die breite Straße, die von inzwischen mehr als 14.000 Fahrzeugen täglich befahren wird, dabei vielen LKWs und Bussen, ist vor allem für Kinder und ältere Menschen besonders schwer zu überqueren. Das bedeutet: Lange Wartezeiten, um eine Lücke im Verkehr abzupassen und somit einen risikobehafteten Übergang zu wagen. „Dies habe ich heute selber zu Fuß erleben müssen und vor zwei Wochen als wir mit unseren Kindern und Fahrrädern unterwegs waren. Die Situation ist nicht tragbar“, zeigt Piatkowski sich überzeugt. „Die aktuelle Situation ist für die Anwohner mit Kindern, die hier ihren Schulweg haben, sowie für alle Menschen, die auf der schönen Golfplatzrunde mit Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, eine erhebliche Gefahrenstelle. Die müssen wir unbedingt entschärfen“, fordert Büchler.

Auf Einladung des Bewohners Simon Haas machte sich der CDU-Bürgermeisterkandidat, Jan-Philipp Büchler, mit seinen Norfer Vorstandskollegen Lars Becker (Kreistagskandidat) und Jan Piatkowski (Huckepackkandidat als Stadtverordneter für Norf) in einem kurzfristig anberaumten Ortstermin ein Bild von der Lage. Büchler konnte dabei erste Lösungsansätze präsentieren, nach erfolgter schneller Rücksprache mit der verkehrspolitischen Sprecherin der CDU, Ingrid Schäfer, im Vorfeld des Termins. Die favorisierte Lösung: Die Installation eines reflektierenden Zebrasteifens mit entsprechenden Warnschildern, die Autofahrer auf Überquerungen durch Fußgänger und Kinder hinweisen. Ebenfalls soll in beiden Fahrtrichtungen Tempo 50 gelten. Außerdem soll zudem der Bau einer Verkehrsinsel geprüft werden.

Die anwesenden Bewohner im Gut Vellbrüggen waren übereinstimmend der Meinung, dass der Vorschlag der CDU bereits eine spürbare Verbesserung bewirken würde. Mit Beginn der neuen Ratsperiode soll das Projekt über Anträge im Bezirksausschuss Norf und dem APS bei der Verwaltung in Auftrag gegeben werden. Da der angesprochene Straßenabschnitt außerorts liegt, untersteht er somit dem Landesbaubetrieb Straßen NRW. „Wir können also nur über die Stadt Neuss eine Bitte bzw. Forderung an den Landesbetrieb NRW stellen, dort tätig zu werden“, erklärt Büchler. „Zudem wollen wir sicherstellen, dass die Verwaltung über den Stand der Umsetzung regelmäßig an die Ausschüsse berichtet“ ergänzt Jan Piatkowski. „Natürlich reden wir über einen Vorgang, der seine Zeit in Anspruch nehmen wird. Wir werden alles unternehmen, um eine Lösung zum Beginn des Schuljahres 2021/2022 auf der Straße zu haben“, so Büchler. Lars Becker ergänzt: „Natürlich werden wir dieses Thema mit dem Landrat besprechen. Da wir an diesem Knotenpunkt auch viele Unfälle mit Fußgängern und Radfahrern verzeichnen, besteht dringender Handlungsbedarf.“

Simon Haas abschließend: „Natürlich wissen wir, dass diese Projekte zeitaufwändig sind, aber hier muss dringend und zeitnah für mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und vor allem für Kinder gesorgt werden. Wir sind sehr froh, dass Herr Büchler und seine Kollegen aus der Norfer CDU so schnell und lösungsorientiert für uns zur Verfügung standen – und über erste Ideen zur Lösung Auskunft geben konnte.“

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