Die ersten Stümpfe auf der Promenade haben dank des Engagements der Krefelder einen neuen "Sinn" erhalten (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation)

Krefeld. Schon rund 20 Teilnehmer haben ihre Ideen eingereicht

Friedenssymbole, ein Flamingo, ein Regenbogen, ein Streichholz oder eine Krefelder Krähe: Die Kreativität der Bürgerschaft beim Gestalten der Baumstümpfe an der Promenade scheint keine Grenzen zu kennen. Wenige Tage nach dem Start der Aktion „Stumpf-Sinn” haben schon rund 20 Vereine, Initiativen, Firmen, Familien und Einzelpersonen ihre Vorschläge zur Gestaltung der Stämme eingereicht. „So langsam werden die Bäume knapp – aber wir können immer noch gute Ideen gebrauchen”, sagt Claire Neidhardt, stellvertretende Leiterin des Stadtmarketings, das die Aktion am vergangenen Freitag gestartet hatte.

Mit der Aktion „Stumpf-Sinn” sollen die Überreste von 30 zerstörten Bäumen an der Promenade kreativ umgestaltet werden. Die jungen Pflanzen waren in der Nacht vor der Eröffnung des Radwegs am 2. August von Unbekannten angesägt worden. Sie mussten aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden – nur ein paar Stümpfe erinnern noch an ihre Existenz. Um die Stämme optisch aufzuwerten und dem Baumfrevel etwas entgegenzusetzen, ruft das Stadtmarketing Krefelder Vereine, Initiativen, Unternehmen, Familien und Freundeskreise dazu auf, jeweils einen Stumpf kreativ zu bearbeiten. „Die temporäre Baumgalerie soll ein sichtbares Zeichen werden”, betont Claire Neidhardt.

Die Teilnahme an der Aktion erfolgt so unbürokratisch wie möglich. Wer mitmachen möchte, sollte sich per E-Mail an samira.steigerwald@krefeld.de beim Stadtmarketing melden und seine Idee kurz beschreiben. So wird unter anderem sichergestellt, dass keine Botschaften platziert werden, die gegen das Grundgesetz verstoßen. Die Gestaltung des Baumes sollte Wind und Regen einigermaßen aushalten. Mit Sprühfarbe wurden die Bäume nummeriert, so dass jedem, der mitmachen möchten, einfach eine Baumnummer zugeteilt werden kann. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Wer möchte, kann seine Aktion per Foto und Video dokumentieren und die Ergebnisse ans Stadtmarketing senden.

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