Integration im Nähkurs stärken: Einmal pro Woche treffen sich geflüchtete und zugewanderte Frauen zum gemeinsamen Nähen in der Familienbildungsstätte Geldern (Foto: privat)
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Geldern. Die Maschinen surren fleißig im Keller der Familienbildungsstätte: Nähkurszeit. Der Caritasverband Geldern-Kevelaer hat dort in Zusammenarbeit mit der Stadt Geldern einen Nähkurs initiiert, um geflüchteten oder zugewanderten Frauen die Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung zu geben, sich zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Unter Anleitung der Kursleiterin Bruna John-Polley wird einmal in der Woche geschnitten, gefädelt, gebügelt und genäht. Aktuell nähen bis zu zehn Frauen an ihrem Projekt – einem Kulturbeutel. „Ob mit oder ohne Vorkenntnisse – das spielt keine Rolle“, so Hroswith Kotters vom Fachdienst Integration und Migration des Caritasverbandes. Ebenso wenig das Heimatland. Denn es geht sehr international zu. Sigrid Akman, Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Geldern: „Unsere Teilnehmerinnen kommen aus vielen verschiedenen Ländern und Kulturen. Die Verständigung klappt aber trotzdem sehr gut. Denn der Kurs und das gemeinsame Arbeiten schaffen neue Kontaktmöglichkeiten.“ Doch es geht nicht nur darum, dass sich die Geflüchteten und Zugewanderten untereinander näher kennenlernen. „Der Nähkurs soll ein erster Schritt sein. Wir freuen uns, wenn viele der Frauen den Sprung zum regulären Nähtreff im Barbaraviertel wagen. Denn dort wird der Kontakt auch zur heimischen Bevölkerung gestärkt“, gibt Kotters einen Ausblick und bringt das Ziel des Projekts auf den Punkt: „Nähen schafft Nähe.“ Der Nähtreff freut sich übrigens immer über Stoffspenden, damit noch viele weitere Nähprojekte umgesetzt werden können. Kontakt: Hroswith Kotters Tel. 02831-9102323.

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