Daniel Kerekeš (Foto: privat)
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Essen. Der Essener Oberbürgermeisterkandidat Daniel Kerekeš schlägt vor, die Gehälter der Geschäftsführer der städtischen Töchter zu deckeln. Die Linke verweist auf die klammen städtischen Kassen und die Coronakrise, in der vor allem städtische Unternehmen mit gutem Beispiel voran gehen sollten.

Dazu erklärt Daniel Kerekeš: “Stadtwerke-Chef Peter Schäfer verdient mehr als 400.000 Euro. Auch die Ruhrbahnchefs schlagen mit je 250.000 Euro zu Buche. Das ist einfach zu viel. Die Politik verspielt jegliche Glaubwürdigkeit, wenn sie von den Bürgerinnen und Bürgern Essens erwartet, in der Krise den Gürtel enger zu schnallen und Honorarkräfte & Co. ins Bodenlose fallen lässt, während sich die Geschäftsführer die Taschen vollstopfen.”

Die Linke schlägt vor, dass kein Geschäftsführer mehr als das sechsfache der untersten Lohngruppe im Betrieb verdienen sollte mit einer Gehaltsobergrenze, die der Besoldungsstufe des Oberbürgermeisters entspräche: 164.000 Euro.

“164.000 Euro Gehalt sind noch immer mehr als das Achtfache des durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens in Essen. Es ist niemandem zu vermitteln, wieso teilweise ehemalige Dezernenten und Ratsmitglieder als Geschäftsführer Hundertausende verdienen, während immer mehr Menschen in Essen, wie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei Kaufhof-Karstadt oder Honorarkräfte in der VHS, ihre Jobs verlieren”, so Kerekeš.

Laut der Essener Linken würde die Stadt mit einer solchen Gehaltsobergrenze allein durch die Gehaltskürzungen der bestverdienenden kommunalen Manager einen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt leisten und gleichzeitig 896.000 Euro sparen.

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