v.l. Klaas Kroesbergen (Bauleiter Förderprojekte Deutsche Glasfaser), Adrian Cherek (Projektleiter Ausbau Förderprojekte Deutsche Glasfaser), Bürgermeister Thomas Goßen, Sebastian Cüsters (Breitbandkoordinator Kreis Viersen) und Roger Teeuwen (Bauleiter Förderprojekte Deutsche Glasfaser) (Foto: Perchthaler Catharina)
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Tönisvorst. Der kleine, in roter Klinkeroptik gehaltene Bau ist so etwas wie ein Reservoir: Von hier aus fließen Glasfaser-Stränge wie unterirdische Kanäle in die Fläche – um all die Anschlüsse im Vorster Ortsteil zu erreichen, die aktuell in Sachen Breitband unterversorgt sind. “Home-Office, Home-Schooling, das Internet der Dinge – all das geht nicht ohne moderne Breitbandanschlüsse. Wir legen hier ein gutes Stück Zukunft“, sagt Bürgermeister Thomas Goßen anlässlich der Vorstellung des nagelneuen Hauptverteilers an der Hecke in Vorst mit Adrian Cherek, Projektleiter Ausbau Förderprojekte von der Deutsche Glasfaser, und Sebastian Cüsters, Breitbandkoordinator des Kreises Viersen. “Dieser Hauptverteiler ist für die Versorgung der Anschlüsse in Vorst vorgesehen. St. Tönis wird durch den Hauptverteiler, den wir jetzt in Kempen errichtet haben, versorgt“, erläutert Adrian Cherek, Projektleiter Ausbau Förderprojekte von der Deutsche Glasfaser, und ergänzt: „Jetzt geht es in die Feinplanung“.

Denn: „270 Kilometer Glasfaser müssen in Tönisvorst verlegt werden. Dafür sind rund 80 Kilometer Tiefbauarbeiten erforderlich“, erläutert Sebastian Cüsters, Breitbandkoordinator des Kreises Viersen, der für die Städte im gesamten Kreis Viersen die entsprechenden Förderanträge bei Bund und Land gestellt hat.

Hintergrund: Der Bund hat sich mit Förderprogrammen der lückenlosen Breitbandversorgung angenommen: Alle Anschlüsse, die über weniger als 30 MBit pro Sekunde im Download verfügen, sollen gefördert werden. 50 Prozent der Summe übernimmt der Bund, 40 Prozent das Land und 10 Prozent übernehmen die Kommunen. Das Fördervolumen in Tönisvorst liegt bei 5,1 Millionen Euro. „Was bedeutet, dass aus den 510 000 Euro Eigenmitteln der Stadt ein Hebel von 5,1 Millionen Euro wird, die bei uns aus Bundes- und Landesmitteln ankommen“, so Bürgermeister Goßen abschließend.

Der Ausblick? „Die Realisierung ist von Oktober 2020 bis August 2021 geplant“, so Sebastian Cüsters.

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