Bei der Baustellenbesichtigung. Von links nach rechts: Ekkehard Zimmer, Kaufmännischer Direktor UKD; Prof. Dr. Frank Schneider, Ärztlicher Direktor UK; Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen; Tobias Franken, Bauherrenvertretung UKD (Foto: UKD)
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Düsseldorf. COVID-19: Uniklinik Düsseldorf baut neues Gebäude für bessere Intensiv- und Intermediate-Care-Versorgung von Corona Patienten – Nur wenige Monate von Bewilligung bis Einweihung

Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen informiert sich am Montag, 24. August, über Baufortschritte auf dem Campus des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD). Die Uniklinik errichtet hier ein Gebäude in besonders schnell umzusetzender Modulbauweise. Sollten sich die Zahlen der COVID-19-Patienten mit schwerem Verlauf drastisch erhöhen, hätte das UKD in diesem Gebäude eine räumlich vollständig getrennte Einheit von Intensiv- und IMC-Betten zur Versorgung der Infektionspatienten.

Noch vor drei Wochen konnte auf dem Baufeld zwischen den Zentren für Operative Medizin I und II lediglich ein Betonfundament besichtigt werden. Mittlerweile steht an gleicher Stelle ein dreistöckiges Gebäude. 97 Baumodule sind verbaut worden. Entstanden sind ca. 5.200 qm Bruttogeschossfläche. Das neue Gebäude wird im 1. OG über einen Skywalk an das Zentrum für Operative Medizin II (ZOM II) angebunden, in dem auf gleicher Ebene eine weitere Intensivstation lokalisiert ist.

„Der schnell voranschreitende Bau am Universitätsklinikum Düsseldorf ist eine große logistische Leistung. Innerhalb von kürzester Zeit entsteht hier mit Corona-Soforthilfemitteln des Landes Nordrhein-Westfalen ein vollwertiges Gebäude in Modulbauweise, das einen sehr hohen Technisierungsgrad aufweist. Damit wappnet sich das Klinikum für einen erneuten starken Anstieg der Infektionszahlen in der aktuellen Corona-Pandemie“, sagt Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Unter dem Titel „Zusatzbedarfe für Universitätskliniken“ hatte sich der Haushalts- und Finanzausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen erst im April einstimmig für ein Neubauprojekt am Universitätsklinikum Düsseldorf ausgesprochen.

Der Modulbau ist eine Maßnahme, die die Behandlungsmöglichkeiten auf den Fall einer starken Ausweitung von Infektionen vorbereiten soll. Dazu wurden Räumlichkeiten geschaffen in denen maximal 18 Intermediate-Care- und 25 Intensivpatientinnen und -patienten aufgenommen werden können.

Auf Grund der historisch gewachsenen Pavillonstruktur des UKD musste die Behandlung von COVID-19 Patienten bisher an mehreren verschiedenen Orten auf dem Gelände erfolgen. Bei einer massenweisen Einlieferung von infektiösen Patienten hätten sogar auch OPs und Aufwachräume als improvisierte Intensivstationen mit Beatmung genutzt werden müssen. Mit dem Modulbau kann das UKD zukünftig die Behandlung von COVID-19 Patienten in einem Gebäude konzentrieren und damit auch vom restlichen Krankenhausbetrieb besser abkoppeln. Für solche Notlagen hat das UKD ein stufenweises Konzept erarbeitet. Danach würde in so einem Notfall auch Personal aus anderen Bereichen herangezogen und mit Hilfspersonal ergänzt, um die COVID-19 Patienten zu versorgen. Im UKD sind hierzu in den vergangenen Monaten hunderte Schulungen erfolgt.

Prof. Dr. Dr. Frank Schneider, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UKD: „Mit dem Neubau werden wir in der Lage sein, in der gegenwärtigen Pandemie COVID-19-Patienten deutlich besser zu versorgen, falls es die Infektionssituation erforderlich machen sollte“.

Der Kaufmännische Direktor Ekkehard Zimmer ist sehr zufrieden, dass der Neubau in derart kurzer Zeit realisiert wird: „Die Modulbauweise und auch die angesichts der Corona-Pandemie schnelleren Genehmigungsprozesse haben es möglich gemacht, dass wir ein hochkomplexes Bauprojekt so schnell wie nie zuvor umsetzen konnten. Darauf können wir sehr stolz sein“. Sowohl Prof. Frank Schneider als auch Ekkehard Zimmer danken allen Beteiligten und den ausführenden Firmen für den überragenden Einsatz.

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