Oberbürgermeister Sören Link und Stadtentwicklungsdezernent Martin Linne präsentieren den Siegerentwurf des Berliner Landschaftsarchitekturbüros POLA Landschaftsarchitekten am Kuhlenwall in der Innenstadt (Foto: Uwe Köppen)

Duisburg. Die Stadt Duisburg hat im Herbst 2019 einen freiraumplanerischen Realisierungs-wettbewerb ausgelobt, in dem mehrere Landschaftsarchitekten Ideen und Entwürfe für die Umgestaltung des Kuhlenwalls erarbeitet haben. Insgesamt sind zwölf Wettbewerbsbeiträge eingegangen. Eine Jury, besetzt mit externen Fachplanern und Vertretern der Stadt Duisburg, wählte nun aus allen Beiträgen den Entwurf des Berliner Landschaftsarchitekturbüros POLA Landschaftsarchitekten zum Gewinner des Wettbewerbs.

„Dem Sieger ist es gelungen, die Achse Kuhlenwall als zentrale Verbindung zwischen der Königstraße und dem Innenhafen erheblich aufzuwerten. Für die Weiterentwicklung unserer Innenstadt ist das ein großer Gewinn”, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Beigeordneter und Jurymitglied Martin Linne ergänzt: „Der Kuhlenwall soll künftig als eine durchgehende, lineare Grünachse ausgebildet werden. Es wird eine intuitiv wahrnehmbare, durchgängige Hauptwegeverbindung entlang der Grünachse definiert und gleichzeitig werden die notwendigen Querverbindungen, beispielsweise zu dem angrenzend entstehenden Mercatorviertel, hergestellt. Der Sieger-entwurf soll in einem nächsten Schritt zur Städtebauförderung angemeldet und anschließend umgesetzt werden.“

Schwerpunkt des Wettbewerbs war die Herstellung der Funktionsfähigkeit der Verbindung zwischen Handelslage und Innenhafen. Dabei sollte der Entwurf auch eine Verbesserung der Nahmobilität und der Grünwegeverbindungen sowie eine Aufwertung des öffentlichen Raums herbeiführen und gleichzeitig Stadtgeschichte erlebbar machen. In einer vorgeschalteten Öffentlichkeitsbeteiligung konnten die Duisburgerinnen und Duisburger zuvor ihre Kenntnis über die örtlichen Gegebenheiten, ihre Ideen und Anregungen in den Prozess einbringen. Die vielen guten Ideen aus der Bürgerschaft sind anschließend in den Wettbewerb eingeflossen und spiegeln sich auch in dem durch die Jury ausgewählten Siegerentwurf wider.

Der vollständige Siegerentwurf sowie die weiteren Wettbewerbsarbeiten können im Internet unter www.duisburg.de/kuhlenwall eingesehen werden.

Mit dem „Masterplan Innenstadt“ von Foster im Jahr 2007 wurde für das Duisburger Zentrum eine Zielvorstellung entwickelt, die mithilfe des „Integrierten Handlungs-konzepts Innenstadt“ Schritt für Schritt in die Realität umgesetzt wird. Der Umbau der „Achse Kuhlenwall“ ist die letzte Maßnahme aus dem Konzept, die nun geplant und künftig realisiert werden soll. Mit einem Baubeginn ist frühestens im Jahr 2022 zu rechnen.

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