Karl Döring (r.), Vorstand Caritasverband Geldern-Kevelaer und derzeit Vorsitzender der AG Wohlfahrt im Kreis Kleve, freut sich, dass die Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten Peter Driessen (v.l.), Guido Winkmann und Silke Gorißen im Klostergarten in Kevelaer so großen Zuspruch erfahren hat (Foto: privat)
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Kevelaer/Kreis Kleve. Um es vorweg zu nehmen: In vielen Punkten zu sozialen Themen sind sich die Landratskandidaten einig, in einigen aber auch nicht. Peter Driessen (parteilos) befürwortet zum Beispiel ein drittes, beitragsfreies Kindergartenjahr. Silke Gorißen (CDU) ist in dieser Sache vorsichtiger, sie fragt nach der Finanzierbarkeit. „Können wir uns diese Gedankenspiele überhaupt erlauben?“ Und Guido Winkmann (parteilos) sagt dazu: „Ich habe die Arbeit geschätzt, ich habe da gerne für bezahlt. Und ich stimme Frau Gorißen zu: Wer weiß, was die Kassenlage in den nächsten Jahren bringt.“

Drei Antworten, eine Frage, die Peter Schönrock, Einrichtungsleiter „SOS Kinderdorf“ und Vorstandsmitglied „Der Paritätische Kreis Kleve“, gestellt hat. Diese und weitere standen im Mittelpunkt der Online-Podiumsdiskussion der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege im Kreis Kleve. Das sind der AWO Kreisverband Kleve, die Caritasverbände Geldern-Kevelaer und Kleve, der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW Kreisgruppe Kleve, das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Kleve Geldern und die Diakonie im Kirchenkreis Kleve. Gemeinsam hatten sie zur Podiumsdiskussion ins Hotel Klostergarten in Kevelaer eingeladen. Die Veranstaltung wurde live im Internet übertragen und kann bis zur Wahl am Sonntag, 13. September, noch auf den Internetseiten der Wohlfahrtsverbände angeschaut werden.

Ziel der Veranstaltung war einerseits in Dialog mit der zukünftigen Landrätin/mit dem zukünftigen Landrat zu kommen. Auf der anderen Seite möchten die Freien Wohlfahrtsverbände im Kreis Kleve den Wählern eine Entscheidungshilfe geben. Und so hatten sie sich zu drei Themenfeldern – Pflege und Gesundheit, Kinder- und Jugendhilfe sowie Armut, Wohnen und Soziale Hilfen – verschiedene Fragen überlegt. „Manche Frage hat es in sich“, bemerkt Silke Gorißen zu Beginn der Veranstaltung. Unter anderem ging es um die Kommunale Pflege- und Gesundheitskonferenz, um den virtuellen Pflegestützpunkt und die Pflegebedarfsplanung, um Randzeitenbetreuung und eine Fachberatungsstelle zum sexuellen Missbrauch im Kreis sowie um Vereinsamung und Armut, sozialer Wohnungsraum und Sucht. Alles Themen, zu denen eine zukünftige Landrätin/ein zukünftiger Landrat Stellung beziehen kann, die auf Kreisebene beraten und entschieden werden.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Tobias Budde, Sportjournalist aus Kleve. Eröffnet wurde der Abend von Karl Döring, Vorstand Caritasverband Geldern-Kevelaer. Er hat derzeit den Vorsitz der AG Wohlfahrt inne und resümiert: „Wir freuen uns, dass die Veranstaltung einen großen Zuspruch erfahren hat und gut angenommen wurde. Der Dank gilt auch den Kandidaten, die gut vorbereitet den politischen und gesellschaftlichen Anliegen der Verbände Rede und Antwort standen. Ich bin überzeugt, dass wir durch den Kandidatencheck vielen Wählerinnen und Wählern eine wertvolle Entscheidungshilfe zur kommenden Landratswahl geboten haben – und bieten. Denn auch jetzt ist die Podiumsdiskussion auf dem Youtube-Kanal des Caritasverbandes Geldern-Kevelaer noch abrufbar.“

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