Der Mais wird gehäckselt, die Fußballanlage kommt: Zur Vorstellung der Pläne trafen sich (v.l.) Lukas Stellmann (Berkhöfel Objektplanung GmbH), Martin Hiller (Geo3 GmbH), Bürgermeister Harald Lenßen, Richard Stanczyk (Stadtsportverband) und Timo Jogsch (FC Neukirchen-Vluyn) (Foto: Stadt Neukirchen-Vluyn)

Neukirchen-Vluyn. Symbolischer Beginn zu Bauteil 4 der Zentralen Anlage für den Vereinssport 

Auf die Fertigstellung der Bauteile 1-3 in den Jahren 2012, 2013 und 2019 folgte gestern (Dienstag, 25. August) der symbolische Baubeginn des finalen Bauteils 4 der Zentralen Sportanlage: Der Neubau der Zentralen Fußballanlage mit Funktionsgebäude. Sie wird Heimat für den FC Neukirchen-Vluyn 09/21 e. V. Zur Vorbereitung der in Kürze startenden Erdarbeiten wurde gestern der letzte Mais auf der Ackerfläche gehäckselt.

Bürgermeister Harald Lenßen begrüßte die anwesenden Gäste mit einem kleinen Rückblick: Bereits vor Jahrzehnten habe man sich Gedanken gemacht über die Zusammenlegung der Fußballvereine Neukirchen und Vluyn und eine gemeinsame Sportanlage. Nun sei es soweit: Der Bauteil 4 der Zentralen Sportanlage ergänze die Schulsporteinrichtungen optimal. „Damit erhält der Sport in Neukirchen-Vluyn die Wertschätzung, die er verdient hat.“
Richard Stanczyk, stellvertretender Vorsitzender des Stadtsportverbands, fand ebenfalls lobende Worte für die insgesamt 6,2 Millionen Euro teure Investition: „Die Anlage ist sicherlich ein Leuchtturmprojekt.“ Er dankte den Machern und Wegbereitern aus Politik und Sport und wünschte „Glück auf, Zukunft Sport Neukirchen-Vluyn!“

Für die rund 550 Mitglieder des FC, davon etwa 330 Kinder und Jugendliche, sprach ihr Vorsitzender Timo Jogsch. Er verglich die Vorzüge der neuen Anlage mit den alten Plätzen und sah einen deutlichen Gewinn im neuen Vereinszentrum: Man wolle mit dem „neuen sportlichen Zuhause“ Anlaufpunkt sein auch für Fans und interessierte Bürger. Sportlich stellte er sich und seinen Vereinskollegen hohe Ziele: „Wenn das steht haben wir keine Ausreden mehr, dann müssen wir liefern.“

Die Bauzeit der Anlage ist auf 14 Monate geplant. Die Gesamtkosten von etwas mehr als 6,2 Millionen Euro verteilen sich mit 2,9 Millionen auf das Funktionsgebäude und 3,3 Millionen auf die Freianlagen. 75 Prozent der Kosten werden vom Bund gefördert, weitere 15 Prozent aus Landesmitteln. Die Freianlagen plant die Geo3 GmbH, das Funktionsgebäude die Firma Berkhöfel Objektplanung GmbH, beide aus Bedburg-Hau.

Die Anlage besteht aus zwei Kunststoffrasengroßspielfeldern, der Hauptzugang ist über die Tersteegenstraße geplant. Das Funktionsgebäude ist 57 x 16 Meter groß und beherbergt sieben Umkleiden, zwei Schiedsrichterkabinen, einen Mehrzweckraum, Vereinsbüro, Platzwartraum und weitere Nebenräume. Der eingeschossige Bau ist komplett barrierefrei zugänglich, auf dem Flachdach wird ein extensives Gründach mit Photovoltaikanlage eingerichtet.

Das Hauptspielfeld der Anlage liegt tiefer als das Funktionsgebäude. Der Aushub wird für eine Landschaftsgestaltung in Anlehnung an das Landschaftsband genutzt. Um die Spielfelder im Sommer abkühlen zu können, wird eine Beregnungsanlage mit je drei Mittelkreisregnern vorgesehen. Die Speisung erfolgt durch einen Brunnen im nördlichen Bereich der Anlage. Die Spielfelder sind 64 x 100 Meter groß und mit Kunststoffrasen belegt, der mit Quarzsand und Korkgranulat verfüllt wird. Neben der normalen Linierung erhalten beide Spielfelder jeweils eine Jugendlinierung für den Querspielbetrieb, sodass die Flächen optimal genutzt werden können. Ebenso erfolgt eine Linierung von 16 m-Raum zum 16 m-Raum. Für Zuschauer werden Stufenanlagen eingerichtet, die auch barrierefrei erreichbar sind. Die Beleuchtung erfolgt über eine Flutlichtanlage mit LED-Beleuchtung und entspricht dem Wettkampfstandard. Die Anlage wird von allen Seiten begrünt mit Strauchpflanzungen, größeren Bäume, Sträuchern, Stauden und Hecken. Auf Eignung der Pflanzen als Nährgehölze oder für Brutzwecke wird dabei geachtet.

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