Wachleiter Norbert Buchkremer mit einem Warnfahrzeug der Dormagener Feuerwehr (Foto: privat)
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Dormagen. Nach den beiden landesweiten Warntagen in NRW findet nun der erste bundesweite Warntag statt. Am Donnerstag, 10. September, testet die Dormagener Feuerwehr ihre Warnmittel. Um 11 Uhr werden alle 25 Sirenen im Dormagener Stadtgebiet erprobt. Zudem sind Warnfahrzeuge im Einsatz, um per Lautsprecherdurchsage zu warnen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird zudem über die Warn-App Nina eine Probemeldung absetzen.

„Der Warntag ist eine wichtige Übung, damit die Menschen in Dormagen im Ernstfall ausreichend gewarnt werden“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „Deshalb müssen alle Warnmittel regelmäßig getestet werden. Auch ist es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren, was die Signale bedeuten und welches Verhalten richtig ist.“

Das BBK hat einen Flyer entwickelt, der die Aufgaben und Funktionen der einzelnen Akteure erläutert. Neben der Feuerwehr sind das etwa der Deutsche Wetterdienst (DWD), der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Kommunen. Auch werden detailliert die einzelnen Warntöne und die richtigen Verhaltensweisen erläutert.

Der Übungsschwerpunkt in Dormagen liegt dieses Jahr im Ortsteil Gohr. In einem rollierenden System werden in den nächsten Jahren weitere Stadtteile zum Übungsschwerpunkt werden. Darüber hinaus gibt es insgesamt 128 Warnsektoren im Dormagener Stadtgebiet. Beim Warntag fahren die Warnfahrzeuge der Feuerwehr im Schritttempo je einen Sektor ab. Besonders im Blick sind dabei sogenannte Sektorschwerpunkte, etwa Kindergärten, Schulen oder andere Gebäude, in denen sich besonders viele Menschen aufhalten.

Zudem wird die Bevölkerung gebeten, die Hörbarkeit der Sirenen zu bewerten. „Es hilft uns sehr, wenn uns die Bürgerinnen und Bürger ihre Eindrücke vom Warntag 2020 mitteilen“, sagt Feuerwehr-Chef Bernd Eckhardt. Dazu einfach eine Mail an warntag@stadt-dormagen.de schicken.

„Es ist unser Ziel, die Menschen bestmöglich zu sensibilisieren und ihnen alle notwendigen Informationen und Tipps an die Hand zu geben. Nur wer ausreichend informiert ist, kann sich selbst und anderen in Gefahrensituationen helfen“, sagt Eckhardt.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.warnung.nrw.

 

Hintergrund:

NRW-Innenminister Herbert Reul hat vor zwei Jahren den ersten landesweiten Warntag ins Leben gerufen, um die kommunalen Warnkonzepte gebündelt zu proben und Schwachstellen zu erkennen. Nur so kann dauerhaft sichergestellt werden, dass im Notfall alles reibungslos läuft. Die Warntage 2018 und 2019 stießen auf viel Interesse – nicht nur in NRW. Deshalb wird der Warntag dieses Jahr bundesweit durchgeführt.

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