(Foto: privat)

Oberhausen. Der Erste fährt bei der WBO – Deutschlandweit als erstes Entsorgungsunternehmen bringt die WBO die neue Technik auf die Straße – Abbiegeassistent mit Radar und Kamera zur Personenerkennung bringt viele Vorteile gegenüber bestehenden Systemen

Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Arten von Abbiegeassistenten – mit Kamera, Ultraschall oder Radar. Welcher für das jeweilige Unternehmen der Richtige ist, hängt ganz vom Einsatz und den persönlichen Vorlieben ab. Als erstes Entsorgungsunternehmen deutschlandweit verbaut die WBO nun den neuen Abbiegeassistenten AAS-4.0 der Firma Wüllhorst aus Selm. Nach Angaben des Spezialisten für Fahrzeugtechnik die beste Verbindung aller bestehender Systeme. Die von der WBO neu eingesetzte Technik kombiniert radargestützte Personenerkennung mit einem Kamera-Monitor-System in AHD-Qualität. Das neue System unterscheidet nicht nur zwischen statischen und dynamischen Elementen, sondern es differenziert auch innerhalb der dynamischen Hindernisse. Das bedeutet, es warnt nur bei Radfahrern und Fußgängern. Dadurch, dass Sensor und Kamera im oberen Bereich an der A-Säule des LKW montiert werden, erkennen sie auch jegliche Bewegungen im vorderen Bereich hinter der A-Säule und in der zweiten Reihe. „Fährt beispielsweise ein Radfahrer auf der rechten Seite hinter parkenden Autos, war dieser bisher für die bestehenden Systeme unsichtbar“, erklärt Ralf Wehren, Werkstattleiter der WBO. Das neue Radarsystem löst dieses Problem und zeigt dem Fahrer Personen in diesem Bereich durch optische und akustische Signale an. „Für uns als Unternehmen, das täglich für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Oberhausen auf den Straßen unterwegs ist, steht Sicherheit an oberster Stelle“, erklärt Karsten Woidtke, Geschäftsführer der WBO.

 

Vorreiter im Ruhrgebiet

Damit die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern und Fahrern auch weiterhin gewährleistet werden kann, sind die Spezialisten der WBO kontinuierlich auf der Suche nach Verbesserungen. Schon bei der Auswahl der ersten Abbiegeassistenten, die bereits Mitte 2018 von der WBO verbaut wurden, legten die Oberhausener großen Wert auf Sicherheit, Einsatztauglichkeit und Qualität. „Unsere jetzigen Systeme sind bereits sehr gut. Mit dem Einsatz des neuen Abbiegeassistenten gehen wir noch einen Schritt weiter und verbessern die technische Unterstützung für unsere Fahrerinnen und Fahrer bei der Erkennung von Objekten im Straßenverkehr nochmals“, erklärt Andreas Kußel, Geschäftsführer der WBO. Damit ist die Stadttochter Vorreiter im Ruhrgebiet und über die Grenzen hinaus.

 

Kostengünstig, einfach zu verbauen und wiederzuverwerten

Bevor das System in den täglichen Einsatz gegangen ist, wurde es von den Technikern und Fahrern der WBO ausgiebig getestet. Dank der eigenen Werkstatt verbauen die WBO-Mitarbeiter die Abbiegeassistenten direkt vor Ort in Oberhausen. „Das spart Zeit und reduziert die Kosten“, so Kußel. „Wir können neu gelieferte Fahrzeuge in sehr kurzer Zeit selbst nachrüsten und bieten diesen Service auch anderen Kommunen bzw. Unternehmen an, die Abbiegeassistenten installieren möchten.“ Selbst über den Lebenszyklus eines LKW hinaus kann das System genutzt werden. Geht ein Fahrzeug beispielsweise in den Ruhestand, lässt sich die Technik in sehr kurzer Zeit aus- und in einen neuen LKW einbauen.

Beitrag drucken
Anzeigen