(Foto: Hans Jörg Michel)
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Mülheim. Das Nationaltheater Mannheim zeigt die für den Wettbewerb 2020 nominierte Uraufführung

Wir spielen doch! Die Mülheimer Theatertage „Stücke 2020“ zeigen am 4. und 5. Oktober im Theater an der Ruhr das provokante Stück der nominierten Autorin Sivan Ben Yishai. Der Wettbewerb um den Mülheimer Dramatikpreis wurde aus bekannten Gründen in diesem Jahr ausgesetzt. Das Publikum hat dennoch die besondere Gelegenheit, eine der ausgewählten Autorinnen im Gespräch zu erleben und ihr Stück „LIEBE/ Eine argumentative Übung“ in der Uraufführungs-Inszenierung des Nationaltheater Mannheim zu sehen.

„Wahrscheinlich hat noch kaum jemand für die Bühne so explizit über weibliches Begehren geschrieben wie die seit 2012 in Deutschland lebende Israelin Ben Yishai. Im Verlauf des Stückes arbeitet Ben Yishai sich buchstäblich vom Kopf in den Unterleib vor. „LIEBE/ Eine argumentative Übung“ erobert Stück für Stück eine weibliche Perspektive auf den Körper, dringt in verbotene Zonen vor, stellt Klischees auf den Kopf, bis die Frau zur Jägerin wird. In der Mannheimer Uraufführung von Jakob Weiss nimmt das fünfköpfige Ensemble vor einem Tunnel aus Leuchtstoffherzen die Herausforderung an. So subjektiv Sivan Ben Yishais und Maren Kames spiralförmiger Gang in die Tiefe auch erscheint: Er lädt ein, Geschlecht und Körper neu zu denken und zu fühlen.“  So Eva Behrendt, Mitglieder des Auswahlgremiums 2020.

Sivan Ben Yishai studierte an der Tel-Aviv-Universität und in der Schule für Visuelles Theater Jerusalem. Seit 2012 lebt und arbeitet sie in Berlin. In der Spielzeit 2019/20 war sie Hausautorin am Nationaltheater Mannheim.

Im Anschluss an die Vorstellung am Sonntag, 4.10. ist die Autorin zum Publikumsgespräch anwesend.

 

Gastspiel im Theater an der Ruhr: Sonntag, 4. + Montag, 5. Oktober  jeweils 18.00 Uhr

Karten: 0208 445 4114, link@stuecke.de

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