(Foto: CDU Stadtverband Neukirchen-Vluyn)

Neukirchen-Vluyn. Bürgermeister Harald Lenßen und Landratskandidat Ingo Brohl setzten jüngst ihre Serie von Firmenbesuchen in Neukirchen-Vluyn fort. Zusammen mit den Kreistagskandidaten Prof. Dr. Raimund Sicking und Albert Mallmann sowie CDU-Chefin Karin Keesen wurde das Hochschul-Spin-off Fluctomation an der Inneboltstraße besucht. Dort wurde die CDU-Delegation von Unternehmensgründer Dr. Claudio Abels begrüßt.

Dr. Claudio Abels ist Ingenieur der Informatik und hat 2018 an der Università del Salento auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik promoviert. Praxiserfahrung im Bereich webbasierter Informationssysteme sammelte er in verschiedenen Kommunikationsagenturen. Seit 2011 ist Claudio Abels wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Rhein-Waal. Sieben Jahre war er in den Bereichen Informatik und Bionik in Forschung und Lehre tätig. Aktuell arbeitet Claudio Abels an der Vorbereitung eines universitären Spin-offs. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Technische Informatik, Bionik und Mikrosystemtechnik.

Die Produktidee basiert auf dem biologischen Vorbild des Seitenlinienorgans von Fischen, dem sogenannten Ferntastsinn. Das technische Produkt sind flexible, mikroskalige Haarsensoren, die auf Fluktuationen in der Strömung reagieren. Sowohl die Hardware, Software als auch die Werkzeuge für die Mikroverfahrenstechnik werden selbst entwickelt. Die Sensortechnologie kann in verschiedenen Anwendungen in Bereichen der Automation, Robotik, Bio- und Medizintechnik eingesetzt werden, um die Detektion und Visualisierung von Strömungen nah an Oberflächen oder in engen Bauräumen zu ermöglichen.

„Der Standort Neukirchen-Vluyn bietet viele Vorteile. Da ist die Nähe zu den Hochschulen Rhein-Waal, Niederrhein und Duisburg-Essen und die gute Erreichbarkeit“, erklärt Bürgermeister Harald Lenßen, der sich als oberster Wirtschaftsförderer der Stadt versteht. Weitere Rahmenbedingungen spielen für Unternehmen ebenfalls eine entscheidende Rolle. An erster Stelle steht eine leistungsfähige Breitbandversorgung, die für die enormen Datenbewegungen nutzbar ist. Als Idee brachte Dr. Claudio Abels die Nutzung des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein KRZN für IT-Leistungen für private Unternehmer ein. Es zählt zu den 10 größten kommunalen Rechenzentren in Deutschland und hätte alle Voraussetzungen für eine optimale Nutzung.

Ingo Brohl ergänzte, die technische Entwicklung im Internet verlangt heute leistungsstarke Datenleitungen, um unsere bestehenden Unternehmen im Kreis Wesel zu unterstützen und neue anzusiedeln. Weiße Flecken soll es in der Wir4-Region bald nicht mehr geben. Zum Ausbau der rund 2000 förderfähigen Adressen investieren Bund und Land je zur Hälfte die benötigten 29 Mio. Euro. Sie ermöglichen damit eines der größten städteübergreifenden Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre am Niederrhein, welches von der Telekom Deutschland realisiert wird. „Schnelle Datenleitungen sind heute so wichtig für die Entwicklung unserer Stadt wie vor über 100 Jahren die Stromversorgung“, betont Harald Lenßen.

Alle Teilnehmer der Runde wollen in Zukunft engeren Kontakt halten und bei aufkommenden Problemen schnell entgegenwirken. „Wir wollen weiterhin eine Stadt der Möglichkeiten bleiben“, unterstreicht CDU-Kreistagskandidat Prof. Dr. Raimund Sicking.

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