v. li.: Nagihan Erdas (Vorsitzende Integrationsrat), Jürgen Schnug (Vorsitzender „pro wohnen“), Serap Güler, Daniel Schranz und Nese Özcelik präsentieren die neuen Kommunikationshilfen (Foto: Stadt Oberhausen)
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Oberhausen. Die Menschen leben länger als noch im zurückliegenden Jahrzehnt. Auch der Anteil der Bevölkerung, der im Alter auf Pflege und Betreuung angewiesen ist oder aber an einer dementiellen Veränderung leidet, steigt (Quelle Statistisches Bundesamt, BiB 2016). Ein besonderes Augenmerk verlangt hierbei insbesondere die Gruppe der Menschen, die nicht aus Deutschland stammen und deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Sowohl für ältere Menschen als auch für das Pflege- und Betreuungspersonal in den Einrichtungen wird dies im täglichen Alltag zu einer Herausforderung. Warum? Die sprachliche Barriere sowie die oftmals fehlende   Kenntnis und Wertschätzung der anderen Kulturen sind Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Mehrsprachige Kommunikations- und Informationsmittel – eigentlich unabdingbar für eine Verständigung untereinander – fehlten bislang. Der Verein „pro wohnen international“ hat nun gemeinsam mit Oberbürgermeister Daniel Schranz, der Staatssekretärin vom Ministerium Für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, Serap Güler, und Nese Özcelik vom Bereich Chancengleichheit gleich neue Angebote vorgestellt: eine interkulturelle Spielekiste mit spezielle Schaubilder und mehrere Karten.

„Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit habe, die Staatssekretärin begrüßen zu dürfen, gleichzeitig möchte ich mich für das große Engagement und die interessanten Produkte bedanken. Wirklich eine Supersache“, so der Oberbürgermeister.

„Kein anderer Bereich ist derart sensibel und lebt so stark von Vertrauen, Respekt und Kommunikation wie die Pflege und Betreuung. Der Anteil der Personen, die auch im Alter kein Wort Deutsch sprechen können, steigt immer noch an“, berichtet Özcelik und verweist zum einen auf die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes, zum anderen aber auch auf Befragungen aus Oberhausen-Osterfeld. Denn besonders im Ruhrgebiet sei kein Ende  dieser Entwicklung zu erkennen. Aus diesem Grund war es das Ziel des Vereins pro wohnen international, die Verständigungsmöglichkeiten zwischen den Pflege- und Betreuungsteams und den Pflegebedürftigen zu verbessern.

„Nichts geht einfacher, als mit Bildern oder Motiven bestimmt Situationen zu erklären“, so Özcelik weiter. Die dargestellten Bereiche befassen sich mit thematischen Schwerpunkten aus dem Pflege- und Betreuungsalltag. Die „interkulturelle Spielekiste“, die mit 30 Memorykarten und 20 Sprichwortkarten ausgestattet ist, trägt in der türkischen Version den Titel „Hasret“ (Sehnsucht – Erinnerungen aus der Heimat). Weitere Informationen erteilt Nese Özcelik unter der Rufnummer 825-3967 und zu den Produkten unter www.pbi-kommunikation.de.

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