CDU-Landratskandidat Ingo Brohl (6. v. l.) mit Vertretern der CDU und Bündnis90/Die Grünen am Bahnhof Xanten (Foto: CDU-Kreisverband Wesel)
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Xanten/Kreis Wesel. Die Menschen sagen Ja zum Öffentlichen Personenverkehr – aber sie wollen nicht das, was ihnen mit der Regionalbahn 31 geboten wird: Permanent Verspätungen und reihenweise Zugausfälle. Es gibt von den Fahrgästen Klagen über Klagen – aber keine Lösung der Misere. Das will Ingo Brohl (CDU) ändern: „Ich habe sehr früh, sehr deutlich gemacht, dass ich den Kreis Wesel zu einer Modellregion Mobilität als neuer Landrat machen werde. Die RB31 – Der Niederrheiner ist dabei im linksrheinischen Teil eine Schlüsselproblemstellung. Diese muss zuvorderst angegangen werden“, kündigte der Mann an, der am 27. September bei der Stichwahl für das Spitzenamt im Weseler Kreishaus antritt.

Auf Initiative von Brohl trafen sich nun Xantener- und Kreisvertreter von CDU und Bündnis90/Die Grünen am Xantener Bahnhof. Ingo Brohl hatte einen ganzen Aufgabenzettel mitgebracht zu dem Ortstermin – wo übrigens die ganze Aktualität des Themas greifbar war: Zwei Züge aus Richtung Duisburg kamen 35 bzw. 20 Minuten verspätet an, einer startete rund eine halbe Stunde nach Fahrplan-Zeit seine Rückfahrt ins Revier. Zurück zu dem, was angepackt werden muss. „Technik und Infrastruktur an der Strecke müssen dringend auf einen aktuellen Stand gebracht werden“, fordert der Landratskandidat der Union. Vor allem aber: „Wir brauchen wieder Verlässlichkeit im Betrieb!“ Die Xantener Kollegen pflichten bei: „Es kann nicht seindass die Menschen wieder ins Auto steigen müssen, wenn sie sichergehen wollen, pünktlich anzukommen“, sagt Pankraz Gasseling, CDU-Fraktionsvorsitzender in Xanten.

All dem stimmt Petra Schmidt-Niersmann, Vorsitzende vom Kreisverband Bündnis 90/ Die Grünen und Landratskandidatin im ersten Wahlgang, aus ganzem Herzen zu – plädiert außerdem unter anderem für eine Beschrankung gefährlicher Bahnübergänge, einen zuverlässigen Halbstundentakt in der Hauptverkehrszeit, einen Co2-sparsamen Fahrzeugeinsatz und Verbesserungen in der betrieblichen und personellen Situation bei Fahrpersonal und Stellwerkern. Schmidt-Niersmann: „Die RB31 besitzt linksrheinisch eine Schlüsselrolle, darauf haben wir Grüne immer hingewiesen“. Zur Lösung des Problems brauche es die Übereinstimmung aller Beteiligten, um die Forderungen nach Ausbau und Modernisierung bei den Verantwortungsträgern in Bund und Land, bei der DB und beim VRR rasch nach vorne bringen zu können.

Hubert Kück als Vorsitzender der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen startet mit einem kurzen Rückblick: „Der bisherige Landrat von der SPD hat sich das Thema Mobilitätswende nicht kraftvoll genug zu eigen gemacht. Wir sind deshalb froh, dass Ingo Brohl es nun mit uns nach vorne treiben will“.

Im Kreistag Wesel bilden CDU und Bündnis 90/ Die Grünen seit Jahren eine stabile Mehrheit mit FDP und Freien Wählern. Im Xantener Stadtrat gibt es nun auch eine neue zukunftsweisende Mehrheit aus CDU und Bündnis 90/ Die Grünen, die Bürgermeister Thomas Görtz unterstützt. Für diesen ist die RB31 eine wichtige Ader für seine Stadt, auch im Bereich Tourismus.

Die neu in den Xantener Rat gewählte Grüne Irmy Schwarzer stellte fest: „Von der Klimakrise sind nicht nur Grünen-Wähler betroffen. Wir brauchen Klimabündnisse über Parteigrenzen hinweg. Weniger Autoabgase im Kreis Wesel, das geht nur mit besserem öffentlichen Verkehr.“

Jo Becker, Vorstandssprecher der Xantener Grünen, ergänzt: „Wir machen diese Aktion gemeinsam mit dem Landratskandidaten Ingo Brohl, weil er sich seit längerem und glaubhaft für Verbesserungen der RB31-Misere einsetzt.“

Wie wichtig ein gemeinsames Handeln ist, machte auch Sabine Weiss als CDU-Kreisvorsitzende deutlich; die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin sieht die neue Linie der Verzahnung von Engagement auf Kreisebene und Planungen vor Ort als erfolgsversprechendes Rezept – das sie nach Kräften unterstützen wird: „Ich möchte mich mit meinen Kontakten in Berlin ins Verkehrsministerium und zur Deutschen Bahn gerne einbringen in die Vorbereitung eines Gipfels, der die Situation auf der RB31 und die Verkehrswende im Kreis insgesamt voranbringen soll“

Brohl schloss mit der RB31 mit Blick auf die Geographie und einer zukünftigen Ausrichtung ab: „Ich möchte die Sackgassensituation beenden. Wir brauchen eine Verlängerung der Strecke in Nord- und Südrichtung. Die Anbindung bis Kleve ist sinnvoll, weil sich dadurch die Hochschulstandorte Kamp-Lintfort und Kleve näher kommen.“ Am südlichen Ende der Trasse des Niederrheiners möchte Brohl Krefeld so bald wie möglich anbinden: „Dadurch hätten wir zusätzlich zu Duisburg einen neuen Drehpunkt mit besseren Umsteigemöglichkeiten in den Niederrhein hinein.“

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