(Foto: Tom Thöne/ © Stadt Oberhausen)
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Oberhausen. Mittwoch, 23. September – In Anwesenheit von jungen und älteren sportbegeisterten Skatern und Bikern wurde diese überregional einzigartige Anlage durch Oberbürgermeister Daniel Schranz wiedereröffnet. Auch die neuen Vorsitzenden des Jugendparlaments, des Stadtsportbundes und Vertreter von Politik und Verwaltung aus den Bereichen Sport und Jugend sowie des Betreibers der Anlage waren gekommen und neugierig. Die praktische Einweihung der modernisierten und neuen Attraktionen wie einer Bowl, der Pump-Track-Anlage oder der Street-Fläche aus Beton ließ nicht lange auf sich warten. Jetzt kann hier wieder mit viel Elan und Spaß an Bewegung jede Menge ausprobiert werden. Die zahlreich vertretenen Sportler ließen sich hierzu nicht lange bitten.

Langfristig soll die Open Airea als Standort für die Deutschen Skatemeisterschaften in der Kategorie „Bowl“ etabliert werden. Der auf solche Projekte spezialisierte Planer, Ingo Naschold von DSGN CONCEPTS aus Münster, wird den städtischen Bereich Sport, wenn es soweit ist, in der Planung und Umsetzung bei der ersten Durchführung unterstützen und die entsprechenden Kontakte herstellen.

Im Rahmen der Sanierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen wurden folgende Einzelmaß-nahmen auf der Trendsportanlage durchgeführt:

 

Neubau einer Bowl

Erläuterung zur Bowl:

Das im Skate-Jargon verwendete Wort Bowl stammt aus dem Englischen, es bedeutet Schüssel. Und genauso sieht die Anlage auch aus, die ihren Ursprung in Amerika hat. Anfangs wurde in stillgelegten Swimming-Pools geskatet, da diese, entgegen der europäischen Pools, häufig abgerundete Übergänge zwischen Beckenboden und Beckenwand aufweisen oder komplett schüssel- oder nierenförmig sind.

Die aus Beton modellierte Bowl in der Open Airea ist aufgrund ihrer Größe im Ruhrgebiet einzigartig und soll als Magnet für Skater über die Stadtgrenzen hinaus dienen.

Hinweis: Als Ersatz für die an dieser Stelle aufgegebenen Beach-Volleyballplätze steht auf der Sport- und Freizeitanlage am Stadion Niederrhein eine moderne Beachvolleyballfläche mit vier Spielfeldern zur Verfügung.

 

Auf der bisher mit Halfpipes und anderen Hindernissen aus Holz ausgestatteten Skatefläche ist eine moderne Street-Fläche aus Beton entstanden

Erläuterung Streetskaten:

Beim Streetskaten werden die Tricks an den im städtischen Raum vorhandenen Hinder-nissen (obstacles) wie Mauern, Treppen, Geländern, Rampen und Ähnlichem oder in einer extra angelegten Hindernislandschaft durchgeführt (Skatepark).

Die Streetfläche in der Open Airea orientiert sich in ihrer Ausprägung und Gestaltung an einem urbanen Park. Damit soll der Flair des ursprünglichen Streetskatens verstärkt und die Fläche für Streetskater attraktiver werden.

 

Auf der Fläche der bisherigen Inline-Hockey-Anlage ist eine moderne Pump-Track-Anlage entstanden

Erläuterung Pump-Track-Anlage:

Ein Pumptrack ist eine künstlich angelegte Strecke mit speziell geformten Hügeln und Steilkurven. Durch wechselweises, punktgenaues Hochziehen und Niederdrücken des Bikes kann ein Pumptrack befahren werden ohne dabei in die Pedale treten zu müssen. Die Oberfläche ist dabei asphaltiert und bietet sehr gute Rolleigenschaften.

Darüber hinaus eignet sich der Pumptrack hervorragend für alle Rollsportgeräte und ist sowohl für Anfänger und Fortgeschrittene leicht zu befahren. Auch Kinder können mit Fahrrädern oder Laufrädern erste Erfahrungen auf einem Pumptrack machen.

Hinweis: Die bisherige Inline-Hockey-Anlage wurde in den letzten Jahren kaum noch von Sport-interessierten genutzt.

 


HINTERGRUND-INFOS

Ratsbeschlüsse zur Durchführung der Sanierungs- und Neugestaltungsmaßnahmen:

19.11.2018 (Drucksache Nr.: B/16/4051-01) und 16.12.2019 (Drucksache Nr.: B/16/5322-01)

Durch die beiden Ratsbeschlüsse zur Verfügung stehende Investitionsmittel:

720.000,00 €, brutto, inkl. HOAI-Kosten

Durchgeführte Bürgerbeteiligung:

Mai 2019: Im Rahmen eines Workshops für Skater und andere Sportinteressierte der Trendsportanlage sowie KTE/Schulen im Einzugsbereich

Baubeginn:

Januar 2020

Die Durchführung des Projekts erfolgt unter der Bauleitung der OGM GmbH und des von ihr beauftragten Architekturbüros DSGN Concepts (Planer: Herr Ingo Naschold).

Die Planung der Umgestaltungsmaßnahmen wurde mit den Verantwortlichen des Betreibers der Trendsportanlage, dem Zentrum für Ausbildung und Qualifikation (ZAQ) abgestimmt.

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