(Foto: Feuerwehr)
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Kalkar. Am 23.09.2020 um 18:43 Uhr staunten die freiwilligen Feuerwehrfrauen und Männer der Feuerwehr Stadt Kalkar nicht schlecht. Eine große Übung war geplant worden und keiner hatte etwas davon mitbekommen. “Wir waren sehr überrascht, oft hört man ja doch das ein oder andere, zumindest das eine Übung stattfinden soll”, so Kai Uwe Ekers aus der Löschgruppe Wissel. “Insgesamt vier verschiedene Lagen haben wir auf dem Gelände der Firma Auto Gilles in Appeldorn inszeniert”, berichtet der stellvertretender Stadtbrandinspektor Helmut Hessel, welcher die Übung geplant hat. Der Löschzug Mitte und die Löschgruppe Appeldorn mussten einen Elektrounfall abarbeiten. In einer Elektrounterverteilung hatte es einen Kurzschluss gegeben. Hier wurde eine Person schwer verletzt. Zusätzlich gab es eine starke Rauchentwicklung in mehreren Bereichen der Halle. Mit vier Trupps unter Atemschutz wurde diese Lage schnell unter Kontrolle gebracht und zügig beherrscht.

Das zweite Szenario, eine technische Hilfeleistung, entspricht eher den Aufgaben der Firma Gilles. Ein LKW Führerhaus war bei Reparaturarbeiten nach vorne übergeschlagen. Eine Person wurde unter dem Führerhaus eingeklemmt und musste gerettet werden. Die Löschgruppe Wissel konnte hier mit ihren sehr begrenzten Möglichkeiten des HLF, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug, kreativ die Situation lösen. Mit wenigen Geräten hatten auch sie die Situation schnell unter Kontrolle.

Die dritte Lage war ein Fahrzeugbrand, mit offenem Feuer und einer sehr starken Rauchentwicklung. Die Löschgruppe Grieth konnte ihn mit einem Atemschutztrupp zügig löschen.

Die vierte Einsatzstelle war die Brandbekämpfung eines Flächenbrandes, für die die Löschgruppe Hönnepel eingeteilt war. Nach dem Aufbau der Wasserversorgung konnte dieser auch schnell bekämpft werden.

Georg Bouwmann als Leiter der Feuerwehr Kalkar ist sehr zufrieden: “Das ist die letzte Stadtwehrübung mit mir als Leiter der Feuerwehr Kalkar gewesen. Es ist schön zu sehen, wie gut alles klappt und das etwa 80 Kameradinnen und Kameraden zur Einsatzstelle geeilt sind.” Auto Gilles waren über die Professionalität der Ehrenamtler sehr erfreut und boten direkt weitere Möglichkeiten von Übungen auf dem Firmengelände an. Die Kameradinnen und Kameraden haben sich über die Versorgung mit Würstchen und Getränken gefreut, auch das ist nicht selbstverständlich.

Roland Matenaer, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Kalkar ist mit dem Ablauf der Übung ebenfalls sehr zufrieden: “Das Löschgruppenübergreifende Üben ist notwendig um im Ernstfall als Einheit fungieren zu können.” Die Stadtwehrübung hat durch das Coronavirus in diesem Jahr unter strengen hygienischen Auflagen stattgefunden. Nach knappen eineinhalb Stunden konnte die Übung sehr erfolgreich beendet werden. (ots)

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