Das Sprenger´schen Haus war vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Form bekannt. © H. Rieth, Essen in alten Ansichten 1, 3. Auflage, Zaltbommel 1978, Abb. 43.
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Essen. Mitte September gab es vor dem Gebäude des Flachsmarkt 5 im Stadtkern einen Wasserrohrbuch. Zur Behebung des Schadens fanden Bodenarbeiten in zwei Metern Tiefe statt. Bei den Bodenarbeiten war auch der Stadtarchäologe Dr. Detlef Hopp vor Ort. In etwa einer Tiefe von 80 Zentimetern konnte der Stadtarchäologe Reste einer Bruchsteinmauer sicherstellen. Zu dieser Mauer gehörte vermutlich auch noch eine angeschnittene Baugrube. In dieser befand sich Keramik aus dem 19. Jahrhundert.

In dem Bereich der Essener Innenstadt, wo jetzt die Überreste entdeckt werden konnten, entstanden etwa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele neue Gebäude. Einige davon waren aber auch schon älter. Die Überreste, die der Archäologe jetzt sicherstellen konnte, gehören zum so genannten Sprenger´schen Haus (ca. 18. Jahrhundert), das auch noch um 1900 in Essen wegen seiner außergewöhnlichen Form bekannt war. Zuletzt lebten hier noch zwei Lehrerinnen mit dem Namen Sprenger.

Das Gebäude liegt aber auch am Flachsmarkt. Dieser Name ist schon seit dem Mittelalter überliefert: Schon 1400 wird der “vlasmarket”, der Flachsmarkt, erwähnt.

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