Das LUF 60 in Aktion (Foto: Feuerwehr Kleve)
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Kleve. Heute morgen (7. Oktober 2020) fand an der Hochschule Rhein-Waal die Präsentation eines Löschunterstützungsfahrzeuges der Firma LUF GmbH aus Österreich statt. Die Feuerwehr Kleve hatte in Zusammenarbeit mit dem Kreis Kleve zur Vorstellung des ferngesteuerten Raupenfahrzeugs “LUF 60” eingeladen, das effektives Löschen auch in schwer zugänglichen und sehr gefährlichen Bereichen ermöglicht.

Im Audimax der Hochschule stellte der ehemalige Kreisbrandmeister des Landkreises Leer (Ostfriesland), Volkmar Helmers, das Konzept des Löschunterstützungsfahrzeuges (LUF) vor. Er berichtete, wie er einen Vorläufer des LUFs in seiner Heimat für den Emstunnel der Autobahn 31 eingeführt hatte. Beschafft wurde es vorerst als reines Tunnellöschgerät. Als es auch bei einem Transformatorbrand in einem großen Umspannwerk zum Einsatz kam, wurde klar, dass das Konzept auch bei anderen Schadensereignissen greift.

Das LUF ist durch das Raupenfahrwerk sehr wendig und kann auch in schwierigem Gelände bewegt werden. Selbst Treppen und Rampen bis zu 30° sind befahrbar. Auf dem Rücken trägt es einen hydraulisch betriebenen, schwenkbaren Hochleistungslüfter mit Wasserdüsen, ähnlich einer Schneekanone. Damit kann man einen “vernebelten Wasserstrahl” mit bis zu 2.400 Liter Wasser pro Minute erzeugen. Dieser hat aufgrund der hohen Oberfläche der Wassertröpfchen eine sehr gute Löschwirkung. Die Wurfweite beträgt bis zu 60 Meter und es kann auch mit Löschschaum gearbeitet werden.

Die Livedemonstration am Spoykanal und im Parkhaus der Hochschule verlief sehr eindrucksvoll. Der Einladung gefolgt waren viele Führungskräfte der Feuerwehr Kleve und auch Kreisbrandmeister Gilles, sowie verschiedene Gäste aus ganz NRW. “Das Konzept könnte in Zukunft auch für uns als Feuerwehr Kleve interessant sein”, so der Klever Feuerwehrchef Ralf Benkel. (ots)

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