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Dinslaken. Im Dinslakener Rathaus hat sich heute Vormittag der Stab für außergewöhnliche Ereignisse mit dem dynamischen Corona-Infektionsgeschehen befasst. Bundesweit überschreiten viele Kommunen aktuell den kritischen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage. Als kreisangehörige Stadt gilt für Dinslaken rechtlich der Wert des Kreises Wesel. Dieser liegt derzeit bei 31,3. Dennoch beobachtet der Dinslakener Stab für außergewöhnliche Ereignisse unter Leitung von Bürgermeister Michael Heidinger zusätzlich auch die Entwicklung des Infektionsgeschehens innerhalb der Stadt. So liegt der Dinslakener Inzidenz-Wert derzeit bei 41,4.

„Wir stehen gerade erst am Anfang der kalten Jahreszeit und müssen davon ausgehen, dass das Infektionsgeschehen in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten richtig Fahrt aufnimmt“, erläutert Bürgermeister Heidinger. „Deswegen haben wir entschieden, weitere, lokale Maßnahmen zu treffen, wenn in Dinslaken die Inzidenz an 3 aufeinander folgenden Tagen den Wert 50 erreicht oder überschreitet. In den nächsten Tagen bereiten wir einen Maßnahmenkatalog vor, so dass wir bei Bedarf rasch mit einer Allgemeinverfügung reagieren können. Diese wird eine Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase im öffentlichen Raum zwischen Altmarkt und Neutorplatz sowie im Einkaufsbereich der Sterkrader Straße in Hiesfeld vorsehen und für mindestens 14 Tage ab dem 3. Überschreitungstag gelten. Genaue Details dazu werden wir nun erarbeiten.“

Bereits jetzt und unabhängig von der kritischen Inzidenz-Marke setzt das Team der Dinslakener Stadtverwaltung seine Stichprobenkontrollen von Gastronomiebetrieben und größeren Privatfeiern fort. Dabei ist die Ordnungsbehörde auch an Wochenenden und abends im Einsatz. Am vergangenen Wochenende musste sie bei ihren Kontrollen eine Lokalität vorübergehend schließen, weil dort keine Gästelisten geführt wurden und somit im Bedarfsfall eine Kontaktnachverfolgung nicht möglich wäre.

„Ich bitte alle Menschen in der Stadt, sowohl in ihrem beruflichen als auch in ihrem privaten Tun eigenverantwortlich und verantwortungsvoll gegenüber den Mitmenschen zu handeln“, appelliert Bürgermeister Heidinger: „Nur eine solidarische Gesellschaft kann die Herausforderungen, die die Corona-Krise mit sich bringt, bestehen. Die kommenden Monate werden eine Prüfung für unseren Zusammenhalt sein. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir diese Prüfung gemeinsam bestehen.“

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