Beließen es nicht bei der Fehlersuche, sondern führten dringend notwendige Reparaturen selbst durch: Claudia Dobiasch, Uwe Eichler und Theo Fingskes (von links) vom Gelderner Ordnungsamt. Hier begrüßt von Schulleiterin Daniela Claßen (rechts) an der St. Martini Schule in Veert (Foto: Herbert van Stephoudt)
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Geldern. Ordnungsamt brachte mobile Werkstatt gleich mit

Diese Kontrolle ist eigentlich eine Sicherheitsaktion: Rechtzeitig vor Beginn der dunklen Jahreszeit und unmittelbar vor Beginn der Herbstferien besuchte ein Team des Ordnungsamtes die Gelderner Grundschulen. Besonderes Augenmerk legten die Mitarbeiter darauf, Defekte nicht nur aufzuzeigen, sondern auch gleich an Ort und Stelle in einer mobilen Werkstatt zu reparieren. So auch an der St. Martini Schule in Veert. Uwe Eichler vom Ordnungsamt: „Selbstverständlich sind die Eltern auch weiterhin für die Sicherheit der Räder verantwortlich. Schäden an den Bremsen oder an der Beleuchtung reparieren wir aber direkt. Dann wissen wir, dass die Kinder mit sicheren Rädern unterwegs sind.“ Die Bilanz der „Aktion verkehrssicheres Fahrrad“ liegt nun vor. Genau 531 Fahrräder wurden in der Woche vor den Herbstferien auf ihre Sicherheit hin überprüft. Beeindruckende 83 Prozent der Räder waren vollkommen ohne Mängel.

Genug zu tun hatte das Team der mobilen Werkstatt trotzdem. Bei 53 Fahrrädern wurden kleine Mängel festgestellt. Größere Schäden, wie zum Beispiel defekte Bremsen oder eine fehlende Beleuchtung, gab es bei 35 Kinderfietsen. Leider mussten vier Räder sogar einbehalten werden. Claudia Dobiasch vom Gelderner Ordnungsamt: „Es ist nicht unser Ziel, Bußgelder zu verhängen. Gerade in der dunkleren Jahreszeit sind Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet. Da ist es wichtig, dass zumindest die technischen Voraussetzungen für einen sicheren Schulweg gegeben sind. Dazu gehört nun zunehmend auch eine intakte Beleuchtung des Rades.“ Die Kosten für notwendige Ersatzteile trägt die Stadt Geldern. Ihre Aktion findet auch landesweit Anerkennung und wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. „Wir appellieren zudem an die Eltern, regelmäßig die Technik der Räder zu kontrollieren. Bei den Rädern, die wir einbehalten mussten werden wir selbstverständlich auch das Gespräch suchen“, erläutert Theo Fingskes vom Ordnungsamt. Für den Besuch der mobilen Werkstatt bedankte sich die Leiterin der Veerter Grundschule, Daniela Claßen. „An der St. Martini Schule pflegen wir einen sehr guten Kontakt zu den Eltern. Sicherheit auf dem Schulweg ist da immer ein Thema. Diese Aktion im Sinne der Verkehrssicherheit kann man nur begrüßen“, erklärte Daniela Claßen, die das Team nach getaner Arbeit sogar zu einem kleinen Frühstück einlud.

Die Sorge um die Sicherheit von Schulkindern im Straßenverkehr ist begründet. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat weist darauf hin, dass 2019 mehr als 28.000 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr verunglückten, davon 55 sogar tödlich.

Infos zur Aktion hat Claudia Dobiasch. Sie ist im Rathaus erreichbar unter Telefon 02831 398142.

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