Die Ruine im Zoo (Foto: Zoo Krefeld)
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Krefeld. Knapp elf Monate nach der kompletten Zerstörung des Affenhauses durch den Brand in der Silvesternacht im Zoo Krefeld erfolgt ab Montag, 26. Oktober, der zweite Teil zum Abriss der Brandruine: die Entsorgung des Betonfundamentes. Mit einem 50 Tonnen schweren Spezialfahrzeug werden 3.900 Tonnen Beton zerkleinert und anschließend mit Lastwagen abtransportiert. Insgesamt müssen 1.400 Kubikmeter Material abgefahren werden. Zur anschließenden Verfüllung der Baugrube werden 2.700 Kubikmeter Füllkies benötigt.

Nach der Ausschreibung gaben fünf Firmen ein Angebot ab, teilt der Zoo mit. Die ausgewählte Firma hat einen möglichst geräusch- und erschütterungsarmen Abriss zugesagt. Bis spätestens zum Jahresende soll der Abriss abgeschlossen sein. Für die Zoomitarbeiter sei dies ein wichtiger Schritt in Richtung Verarbeitung der schrecklichen Ereignisse der Brandnacht. Die Abrissarbeiten erfolgen rückseitig, so dass der Gorilla-Garten für Besucher zugänglich bleibt.

Mit dem Abriss der Affenhaus-Ruine wird der Weg frei für eine zukunftsweisende Menschenaffenhaltung im „Artenschutz-Zentrum-Affenpark”. Zukünftig sollen 20.000 Quadratmeter (zwei Hektar) der Gesamtfläche des Zoos (14 Hektar) für die Haltung von Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans zur Verfügung stehen. Bis zum Brand waren es nur 0,5 Hektar der Zoofläche. Die Vision des Zoos sieht eine Nutzung der Fläche ab der Zoobrücke vor, wo zukünftig Menschenaffen mit kleineren Affen und weiteren Tieren wie den Riesenschildkröten leben sollen. Gemeinschaftshaltungen von Tieren werden – wann immer möglich – umgesetzt.

Immer noch erhalten Zoo und Zoofreunde Spenden für die Zukunft der Menschenaffen im Zoo Krefeld. Inzwischen sind beim Zoo rund 954.500 Euro eingegangen, die Zoofreunde haben 1.250.900 Euro Spenden bekommen. Zusammen mit den bereits vorhandenen Geldern für den geplanten Schimpansen-Wald sei der Beginn eines ersten Bauabschnittes schon im nächsten Jahr realistisch, heißt es aus dem Zoo.

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