Amtsarzt Dr. Henning Karbach (links), Krisenstabsleiter Michael Jehn (vorne) und Beigeordneter Frank Motschull (hinten) begrüßen die 15 Bundeswehrkräfte in Oberhausen (Foto: Stadt Oberhausen)
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Oberhausen/Mönchengladbach/Kreis Wesel/ Kreis Kleve. Bundeswehr unterstützt Oberhausener Gesundheitsamt – Weitere Gesundheitsämter werden ab 2. November unterstützt

Krisenstabsleiter Michael Jehn, der Beigeordnete Frank Motschull und Amtsarzt Dr. Henning Karbach begrüßten am heutigen Mittwoch (28. Oktober) 15 Bundeswehrkräfte im Oberhausener Rathaus. Die Einsatzkräfte der Bundeswehr sind in der letzten Woche angefordert worden, um das Oberhausener Gesundheitsamt bei der Kontaktnachverfolgung zu unterstützen.

„Wir haben im Krisenstab bereits im Frühjahr die Bundeswehr mit an den Tisch geholt, um im Bedarfsfall schnelle Unterstützung zu erhalten. Innerhalb von nicht einmal einer Woche sind nun 15 Bundeswehrkräfte für Oberhausen abgeordnet. Für diese schnelle Unterstützung sind wir sehr dankbar“, so Jehn. Die Kolleginnen und Kollegen vom Gesundheitsamt haben trotz Abordnung weiterer 30 Mitarbeiter aus der Verwaltung die Leistungsgrenze erreicht. Am 1. Oktober hatte Oberhausen 37 positive Fälle, die Zahl hat sich im Oktober bis zum heutigen Tag beinahe verzehnfacht, so dass die Unterstützung durch die Bundeswehr in der Kontaktnachverfolgung notwendig wird.

Bundeswehr hilft bei Corona-Kontaktverfolgung – Zehn Soldaten nehmen ab Montag ihre Arbeit auf

Die Bundeswehr unterstützt ab kommenden Montag, 2. November, das Gesundheitsamt Mönchengladbach bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsfällen. Insgesamt zehn Soldaten vom Luftwaffentruppenkommando Köln/Wahn nehmen ab dann ihre Arbeit auf. Die Stadt nimmt damit das Angebot der Bundeswehr vor dem Hintergrund der gestiegenen Corona-Infektionen in Mönchengladbach dankbar an und erhofft sich davon eine Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit Monaten rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche in der Kontaktverfolgung tätig sind.

Kreise Kleve und Wesel fordern Unterstützung der Bundeswehr an

Der Krisenstab des Kreises Wesel hat die Bundeswehr um Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie gebeten. Am Mittwoch, 28. Oktober 2020, hat der Krisenstab einen Unterstützungsantrag gestellt.

Konkret geht es dabei um Hilfe bei den Abstrichstellen des Kreises. Der Krisenstab fordert drei Abstrich-Teams der Bundeswehr an, die jeweils aus drei Personen bestehen: Sanitäter/in, Kraftfahrer/in und Protokollant/in.

Die Teams der Bundeswehr sind für die kommende Woche angefordert und sollen zunächst bis Ende des Jahres eingesetzt werden. Im Vorfeld des Antrags hatte der Krisenstab bereits drei Abstrich-Teams der Bundeswehr reserviert. Diese werden jetzt abgerufen. Über den Antrag wird beim Kommando für Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin entschieden.

Auch der Kreis Kleve hat vor wenigen Tagen die Bundeswehr um Unterstützung gebeten, weil die Kontaktpersonen-Nachverfolgung innerhalb der ersten 48 Stunden nach Bekanntwerden eines positiven Falls – trotz zusätzlich eingestelltem Personal und interner Abordnung aus anderen Verwaltungsbereichen – seit wenigen Tagen nicht mehr vollständig gewährleistet werden könne. Ab dem 02. November 2020 werden 10 Soldatinnen und Soldaten das Gesundheitsamt des Kreises Kleve unterstützen.

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