Angelika Mielke-Westerlage will sich im Ruhestand mehr Zeit zum radeln gönnen. Als Abschiedsgeschenk gab es daher von Rat und Verwaltung ein E-Bike, dass stellvertretend von Werner Damblon (vorne), Fraktionsvorsitzender der CDU, dem Ersten Beigeordneten Frank Maatz (hinten v.l.n.r) und dem Technischen Beigeordneten Michael Assenmacher, überreicht wurde (Foto: Stadt Meerbusch)
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Meerbusch. Nach 50 Jahren im Dienste der Stadt und sechseinhalb Jahren als Bürgermeisterin Meerbuschs hat sich Angelika Mielke-Westerlage in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Am Freitagmittag wurde im kleinen Kreise im Erwin-Heerich-Haus ihr Ausstand gefeiert. „Nie hätte ich gedacht, dass die letzten Monate meiner Amtszeit vom Krisenmanagement dominiert würden und meine Verabschiedung nur auf eine kleine Teilnehmerzahl begrenzt werden muss“, sagte Mielke-Westerlage mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Neben engen Mitarbeitern und den Fraktionsvorsitzenden waren auch Landtrat Hans-Jürgen Petrauschke zu Gast.
Mielke-Westerlage zog in ihren Abschiedsworten eine ganz persönliche Bilanz. In vielen Punkten stehe Meerbusch gut da. Die Stadt verfüge über eine gute städtebauliche Qualität, die Schulen und Kitas seien gut ausgestattet, es gebe ein gutes Sport- und Freizeitangebot, qualifizierte außerschulische Bildungseinrichtungen und eine vielfältige Vereinslandschaft, betonte die scheidende Bürgermeisterin.

„Wir sind familienfreundlicher geworden und haben die Weichen für weitere Investitionen in Schulen und Kitas gestellt. Wir sind – wie die jüngste Unternehmensumfrage der IHK Mittlerer Niederrhein belegt, unter den drei bestbewerteten Kommunen im Kammerbezirk, die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist auf rund 14.000 gewachsen, wir haben im vierten Jahr in Folge einen ausgeglichenen Haushalt und Schulden abgebaut. Trotzdem haben wir viel investiert und mehr Personal eingestellt. Ich bin zufrieden und glaube, dass ich meinem Nachfolger ein gut bestelltes Haus überlasse“, resümiert Mielke-Westerlage.

Dennoch war es ihr wichtig, selbst den Schlusspunkt zu setzen. „Aufhören, wenn es am schönsten ist“ habe sie sich gesagt, als sie im Oktober 2019 vor dem Rat ihren Rückzug angekündigt hatte. „Ich habe im Vorfeld sehr mit mir gerungen und mein Abschied ist jenseits der Freude über die neue Freiheit auch mit Wehmut verbunden“, sagt sie und ergänzt, dass ihr besonders der Abschied von den engsten Mitarbeitern nicht leichtfalle.

Ihrem Nachfolger Christian Bommers, der am 1. November sein Amt antritt, wünschte Mielke-Westerlage einen guten Start, Freude, Kraft, Glück und gute Nerven. „Auf dich, lieber Christian, wartet eine verantwortungsvolle Aufgabe“, gibt sie ihm mit auf den Weg und schließt mit den Worten: „Ich war gerne Ihre Bürgermeisterin und es ist mir ein ehrliches Bedürfnis, Danke zu sagen“.

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