Landrat Dr. Andreas Coenen (r.), Krisenstabsleiter Thomas Heil (l.) und Oberstleutnant Jörg Albrecht (2.v.l.), Leiter des Kreisverbindungskommandos Viersen, mit den 25 Kameraden des 4. Versorgungsbataillon 7 der Bundeswehr, die den Kreis Viersen bei der Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie unterstützen (Foto: Kreis Viersen)
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Rhein-Kreis Neuss/Kreis Kleve/Kreis Viersen. Heute haben Soldaten der Bundeswehr in den Kreisen Kleve, Viersen und Wesel sowie im Rhein-Kreis Neuss ihre Unterstützungsdienste in den Kreisgesundheitsämtern in der Corona-Ermittlung aufgenommen.

Soldaten unterstützen das Gesundheitsamt im Rhein-Kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss. 33 Soldaten der Bundeswehr sind ab dieser Woche im Kreisgesundheitsamt im Einsatz. Sie sollen bei der Sachverhaltsermittlung im Corona-Team helfen. 20 von ihnen sind heute eingetroffen; weitere kommen in den nächsten Tagen. Die Helfer aus dem Großraum Köln / Aachen wurden von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky und Produktgruppenleiterin Nadine Broisch begrüßt. Landrat Petrauschke betonte im Gespräch mit den neuen Mitarbeitern, die zunächst bis Anfang Dezember das Gesundheitsamt verstärken: „Wir freuen uns über Ihre Bereitschaft zu helfen und können die Unterstützung sehr gebrauchen.“

Damit sind im Corona-Team der Kreisverwaltung nun insgesamt 236 Mitarbeiter eingesetzt. Im Frühjahr bestand der Personalpool noch aus 135 Mitarbeitern, vor Beginn der Corona-Pandemie waren im Infektionsschutz im Kreis-Gesundheitsamt 15 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Rhein-Kreis Neuss hatte nach der Anforderung der Amtshilfe zur Entlastung des Gesundheitsamtes eine schnelle Zusage erhalten. Die neuen Kollegen – sowohl Soldaten als auch Zivilpersonen von der Bundeswehrverwaltung – sind vor allem in der Sachverhaltsermittlung im Einsatz. Bereits in der vergangenen Woche haben sie sich in das Thema eingearbeitet und werden jetzt im Gesundheitsamt geschult. Die Diplom-Biologin Dr. Silvia Eller bereitet die Soldaten auf ihre neue Aufgabe vor. Nadine Broisch vom Gesundheitsamt erläutert: „Die Sachverhaltsermittler wirken bei der Entscheidung mit, wer wie lange in Quarantäne kommt. Die neuen Kollegen arbeiten in festen, erfahrenen Teams mit und werden natürlich fachlich von uns unterstützt.“

15 Soldaten reisen von zuhause an; 18 sind in einem Grevenbroicher Hotel untergebracht und können von dort aus zu Fuß ihre Arbeitsstelle Auf der Schanze erreichen. Sie arbeiten – ebenso wie die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes – im Zwei-Schicht-System von 6.30 bis 21.30 Uhr an sieben Tagen in der Woche. Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky berichtet, dass auch Mitarbeiter aus anderen Ämtern sowie externe, neu eingestellte Kollegen die Teams im Gesundheitsamt verstärken. „Um die Pandemie in den Griff zu bekommen, sind wir angesichts steigender Fallzahlen dringend auf umfassende Unterstützung angewiesen“, erläutert Mankowsky. Bereits seit Beginn der Pandemie arbeiten fünf Containment Scouts des Robert-Koch-Instituts ebenfalls im Corona-Team des Rhein-Kreises Neuss mit.

Major Tim Feld, Chef der 33-köpfigen Abordnung der Bundeswehr, berichtet, dass der Einsatz im Gesundheitsamt für die Soldaten eher ungewöhnlich ist. „Bisher gab es Einsätze im Rahmen der Hilfeleistung zum Beispiel bei Hochwasser oder bei Waldbränden. Aber wir sind froh, dass wir auf diese Weise die Kolleginnen und Kollegen unterstützen können“, sagt er.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke begrüßte die Soldaten, die im Kreisgesundheitsamt mithelfen (Foto: D. Staniek/Rhein-Kreis Neuss)

 

Corona-Virus: Landrätin Silke Gorißen begrüßt Bundeswehr im Kreishaus: „Danke für Ihre tatkräftige Hilfe!“ 

Kreis Kleve. Landrätin Silke Gorißen blickte in die Runde im Prinz-Moritz-Saal im Kreishaus in Kleve. Zehn Soldatinnen und Soldaten unterstützen ab heute (02.11.2020) das Gesundheitsamt bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung und bei der Betreuung der Coronafälle. „Ich begrüße Sie ganz herzlich an Ihrem ersten Tag beim Kreis Kleve, der auch mein erster Arbeitstag im Büro ist“, so Landrätin Gorißen. „Danke für Ihre tatkräftige Hilfe, mit der Sie die Kolleginnen und Kollegen des Gesundheitsamtes unterstützen.“ Geleitet wird der Bundeswehr-Einsatz, der üblicherweise zunächst auf vier Wochen begrenzt ist, von Stabsfeldwebel Frank Beiersdorff. Die Soldatinnen und Soldaten sind in der Von-Seydlitz-Kaserne in Kalkar stationiert und kommen aus der Region.

Der erste „Einsatz-Tag“ stand ganz im Zeichen einer Einführungsveranstaltung. Die stellvertretende Amtsärztin, Dr. Petra Dicks, lieferte den Soldatinnen und Soldaten einen Einblick in das aktuelle Corona-Geschehen im Kreisgebiet. Anschließend erläuterte sie die Abläufe im Gesundheitsamt, insbesondere bei der Fallbearbeitung von Indexpatienten und Kontaktpersonen.

Landrätin Silke Gorißen (2.v.re.) begrüßte das Einsatzteam der Bundeswehr mit Kommandoführer Stabsfeldwebel Frank Beiersdorff (li.). Die stellvertretende Amtsärztin Dr. Petra Dicks (2.v.li.) leitete den Einführungstag. Oberstleutnant Rudolf Röhrl (re.) ist der Leiter Kreisverbindungskommando Kreis Kleve (Foto: Kreis Kleve)

 

Landrat Dr. Andreas Coenen: „Ich bin der Bundeswehr sehr dankbar.“

Kreis Viersen. Das Gesundheitsamt des Kreises Viersen bekommt während der Corona-Pandemie Verstärkung von der Bundeswehr. Die Kräfte wurden über das Kreisverbindungskommando Viersen angefordert.

25 Soldatinnen und Soldaten des 4. Versorgungsbataillons 7 in Stadtallendorf (Hessen) in der Nähe von Marburg trafen am Montag, 2. November, gegen 14 Uhr am Kreishaus ein, um für ihre Aufgabe der Konatkpersonennachverfolgung geschult zu werden. Am morgigen Dienstag sollen sie mit der Arbeit beginnen.

Zwei große Konferenzräume im Kreishaus wurden mit IT ausgestattet. An Wochentagen werden die Soldatinnen und Soldaten im Zwei-Schichtbetrieb eingesetzt (8 bis 16 Uhr und 12 Uhr bis 20 Uhr, an Wochenenden im Ein-Schichtbetrieb (10 bis 20 Uhr). Untergebracht sind sie im Grefrather Hof in Grefrath. Der Einsatz soll bis zum 18. Dezember dauern.

Landrat Dr. Andreas Coenen erklärte: “Ich bin der Bundeswehr sehr dankbar. Die Unterstützung kommt zur rechten Zeit. Die Soldatinnen und Soldaten werden eine große Hilfe für uns sein. Gemeinsam tun wir alles, um die Kontakte nachzuverfolgen und die Pandemie weiterhin wirksam zu bekämpfen.”

Oberleutnant Jörg Albrecht, Leiter des Kreisverbindungskommandos Viersen, sagte: “Wir sind stolz darauf, den Kreis während der Pandemie mit Bundeswehrkräften unterstützen zu können.”

(Titelfoto)

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