Steht bald auch in Essen: ein Hybrid-SOFC-System zur besonders effizienten Stromerzeugung (Grafik: Mitsubishi Power Europe GmbH)
Anzeige

Essen. Die Stadt Essen eignet sich bestens als nachhaltiger und tragfähiger Standort für den Wasserstoffmarkt – national und international. Das zeigt das aktuelle Beispiel: In Essen wird das erste Hybrid-SOFC-System (Solid Oxide Fuel Cell) in Europa errichtet. Für dieses System zur hocheffizienten und umweltschonenden Energieerzeugung bietet das Gas- und Wärme-Institut Essen (GWI) die Forschungsinfrastruktur. Die benötigte Technologie liefert die Mitsubishi Power Europe GmbH.

Hybrid-SOFC-Systeme sind besonders effiziente Stromerzeuger aus Festoxid-Brennstoffzellen und Mikrogasturbinen, die anteilig Wasserstoff (H2) als Brenngas nutzen können. Das System soll bis März 2022 am GWI in Essen in Betrieb genommen werden. Die Anlage wird die erste außerhalb Japans sein. Am GWI wird das Hybrid-SOFC-System in die Strom- und Wärmeversorgung des Instituts eingebunden und im Rahmen eines Forschungsprojektes wissenschaftlich begleitet. Ziel ist, ökologische und systemische Potenziale und den Einsatz von H2 im realen Anlagenbetrieb zu erforschen. Der Baubeginn ist für Sommer 2021 vorgesehen.

Deutsch-japanische Beziehungen als Schlüssel

Zu dem Erfolg des Projektes können auch die guten Beziehungen des GWI zum japanischen Forschungszentrum Fukushima Renewable Energy Institute (FREA) beitragen. Der Kontakt zwischen den beiden Forschungsinstitutionen konnte mit Hilfe der EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH im Rahmen von deutsch-japanischen Delegationsreisen zwischen Essen und Koriyama in der Präfektur Fukushima hergestellt und vertieft werden.

EWG-Geschäftsführer Andre Boschem sagt: „Die Zusammenarbeit zwischen dem GWI, dem japanischen Forschungszentrum FREA und Mitsubishi Power Europe ist ein hervorragendes Beispiel für gelungene internationale Zusammenarbeit. Ich freue mich, dass wir als EWG einen Impuls für dieses deutsch-japanische Projekt im Bereich Wasserstoff geben konnten.“

Das unterstützt Kiminori Iwama, japanischer Generalkonsul in Düsseldorf: „Die Stadt Essen pflegt seit vielen Jahren enge Beziehungen zu Japan, insbesondere zur Stadt Koriyama in der Präfektur Fukushima. Als Generalkonsul begrüße ich dies und gratuliere zur aktuellen Wasserstoff-Kooperation.“

Beitrag drucken
Anzeigen