Bürgermeisterin Ulrike Westkamp legte gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Heimatvereins Obrighoven-Lackhausen, Peter Heinen, einen Kranz am Krieger-Denkmal an der Birkenstraße nieder (Foto: privat)
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Wesel. Jedes Jahr finden bundesweit zum Volkstrauertag Gedenkveranstaltungen statt. Sie erinnern an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Auch in Wesel wurde an mehreren Denkmälern in der Stadt der Toten gedacht. Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen konnten die Veranstaltungen in der ursprünglichen Form in diesem Jahr nicht durchgeführt werden. Der Landesverband des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte im Vorfeld empfohlen, die traditionellen Gedenkstunden abzusagen. Stattdessen regte er an, im Stillen Kränze niederzulegen. Die Stadt Wesel und die Initiatoren des Gedenktags in Wesel folgten diesem Aufruf. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp legte gemeinsam mit Ferdinand Breuer (Präsident der Weseler

Bürger-Schützen) auf dem Friedhof an der Caspar-Baur-Straße und mit Peter Heinen (Vorsitzender des Heimatvereins Obrighoven-Lackhausen) am Krieger-Denkmal an der Birkenstraße einen Kranz nieder.

Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag und findet alljährlich zwei Wochen vor dem 1. Advent statt. In vielen Kommunen organisieren ehrenamtliche Mandats-träger/innen, Mitglieder des Volksbundes oder andere Vereine Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft.

1922 ins Leben gerufen, diente der Volkstrauertag zunächst dem Gedenken der Toten des Ersten Weltkrieges. Die Nationalsozialisten benannten den Tag in „Heldengedenktag“ um und stellten ihn in den Dienst ihrer kriegsverherrlichenden Propaganda. Seit 1945 wird am Volkstrauertag auch an die zivilen Opfer des Krieges erinnert. So wird neben den toten Soldaten auch der Frauen, Kinder und Männer gedacht, die in den besetzten Ländern und in Deutschland zu Opfern von Krieg und Gewalt wurden. Hierzu zählen ausdrücklich auch die Menschen, die aus politischen, religiösen, sogenannten “rassischen” oder anderen Gründen verfolgt und ermordet wurden.

Heute ist der Volkstrauertag den Toten von Krieg und Gewalt gewidmet und dient zugleich der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden.

Der diesjährige Volkstrauertag steht im Zeichen des 75-jährigen Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Hintergrundinformationen und Anregungen zum Volkstrauertag finden Interessierte auf www.volkstrauertag.de.

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