(Foto: privat)
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Dormagen. Das Entwicklungsgebiet Silbersee hat für Dormagen und die ganze Region eine herausragende Bedeutung. Insbesondere für die wirtschaftliche Entwicklung. Das trimodal erschlossene Areal (Anbindung an Wasser, Straße und Schiene) bietet ideale Voraussetzungen für die neue Ansiedlung von Unternehmen, die neue Arbeitsplätze schaffen, die lokalen Wirtschaftskreisläufe stärken und nicht zuletzt auch Steuereinnahmen für die öffentliche Hand generieren.

„Das Entwicklungsgebiet Silbersee ist eines der wichtigsten Projekte für die zukünftige Entwicklung sowie der finanziellen Sicherung unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld. Die Erschließung der rund 35 Hektar großen und als Gewerbegebiet nutzbaren Fläche ermöglicht es, neue standortprägende Industrien anzusiedeln. „Durch diese Neuansiedelungen wird die Wirtschaftsstruktur in der Region vielseitiger und auch krisenunabhängiger gemacht und wir schaffen viele wohnortnahe Arbeitsplätze für die Bevölkerung“, so Bürgermeister Lierenfeld weiter.

Die Reaktivierung dieser Industriebrache stellt den folgerichtigen Lückenschluss zwischen dem Gewerbegebiet Dormagen/Delrath und dem Industriestandort AluNorf dar, durch den der Gewerbestandort zwischen Rhein und A57 weiter entwickelt wird. „Die hohe Anzahl an Interessenten belegt den Alleinstellungscharakter, den es aufgrund seiner Größe, Lage und Anbindung in der Region Köln/Düsseldorf hat“, erklärt Michael Bison, Geschäftsführer der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen.

Neben den positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft wurden aber auch die Umweltbelange im Rahmen der einzelnen Planverfahren ausreichend gewürdigt. Planungsrechtlich ist für jedes einzelne Verfahren eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung mit entsprechenden artenschutzrechtlichen Prüfungen erforderlich. Diese sind größtenteils bereits erfolgt. Im Entwurf des Flächennutzungsplans der Stadt Dormagen sind die Planungen der Planfeststellung der übergeordneten Behörden als Vermerk mit aufgenommen und entsprechend berücksichtigt. Auch im Landschaftsplan des Rhein-Kreis Neuss sind keine Festsetzungen enthalten, die den Planungen entgegenstehen. Weiterhin ist im Entwurf zum Flächennutzungsplan ein entsprechender grüner Puffer um den Silbersee dargestellt sowie eine rund 6,5 Hektar große Fläche, die auch eine artenschutzrechtliche Sicherung der Zauneidechse gewährleistet.

„Einer Ausweisung als Naturschutzgebiet steht sowohl der Regionalplan der Bezirksregierung Düsseldorf als auch der Flächennutzungsplan der Stadt Dormagen entgegen“, sagt Robert Ullrich, Fachbereichsleiter Städtebau. Das planerische Ziel der gewerblichen Entwicklung ist dort seit den 70er Jahren benannt und es gab diesbezüglich bereits verschiedene Nutzungsansätze. „Dass sich die Avi-Fauna des Silbersees mit einer gewerblichen Nutzung vereinbaren lässt, ist am Nordufer des Silbersees auf Neusser Seite bereits heute zu erkennen“, so Ullrich.

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