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Essen. Update 24. November: Am vergangenen Freitag kam es zu einer Sachbeschädigung an der jüdischen Kultusgemeinde auf der Sedanstraße, bei der ein unbekannter Mann eine Steinplatte in ein Fenster der Synagoge warf. Im weiteren Verlauf konnte ermittelt werden, dass ein weiteres Fenster von einer gleichgelagerten Tat am Samstag, 14. November, beschädigt wurde. Hierbei trug der Tatverdächtige dieselbe Kleidung.

Mitarbeiter der jüdischen Kultusgemeinde gaben den Beamten des Staatsschutzes am Montag (23. November) Hinweise auf einen unbekannten Mann, der bereits einige Tage zuvor mehrfach die Synagoge kontaktiert hatte. Zudem zeigten die Videoaufzeichnungen vom 14. November den Tatverdächtigen unmaskiert, wie er an den Türen und Fenstern der Synagoge rüttelte und klopfte. Weitergehende Ermittlungen führten schließlich zur Identifizierung eines 37-jährigen Iraners, der bereits polizeilich in Erscheinung getreten ist. Nach den vorausgegangenen Polizeieinsätzen wurde er jeweils in einer Spezialklinik behandelt. Die Beamten trafen den Mann an seiner Wohnanschrift an und nahmen ihn vorläufig fest. In seiner Vernehmung räumte er die Taten ein, ohne jedoch ein Tatmotiv zu nennen. In seiner Wohnung entdeckten die Beamten zudem die Tatkleidung. Es wird am heutigen Tag (24. November) geprüft, ob er dem Haftrichter vorgeführt wird.

Meldung vom 22. November 2020: Freitagmittag (20. November gegen 12:37 Uhr) alarmierten Mitarbeiter der jüdischen Kulturgemeinde an der Sedanstraße im Südostviertel die Polizei, nachdem sie einen lauten Knall an einer Fensterscheibe der Synagoge vernahmen. Die alarmierten Polizeibeamten konnten ermitteln, dass sich ein unbekannter Mann auf der Ruhrallee befunden und einen Stein aufgehoben hatte. Kurze Zeit später warf er den Stein in Richtung der Synagoge und beschädigte dabei zwei Fensterscheiben. Daraufhin flüchtete er über die Ruhrallee auf die Kurfürstenstraße.

Der Mann soll zwischen 30 und 50 Jahre alt und zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß sein. Er hat einen schwarzen Vollbart, langes schwarzes Haar und trug eine dunkle Hose, eine blaue Jacke sowie einen weißen Mund-Nasen-Schutz. Der Staatsschutz und die Spurensicherung erschienen vor Ort und übernahmen die Ermittlungen. Es werden derzeit unter anderem Videoaufzeichnungen ausgewertet.

Möglicherweise ist der Mann bereits im Vorfeld Anwohnern, Autofahrern oder Passanten im Bereich der Ruhrallee, Kurfürstenstraße und Sedanstraße aufgefallen. Zeugen werden gebeten, sich beim Staatsschutz unter der Rufnummer 0201/829-0 zu melden. (ots)

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