IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (Foto: © Niederrheinische IHK/Michael Neuhaus)
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Dinslaken. Weichen stellen für den Wirtschaftsstandort Dinslaken: Die eigentlich für heute anstehende Entscheidung über die Zukunft des Kooperationsstandorts Barmingholten wird voraussichtlich um einen Monat vertagt. Die Niederrheinische IHK fordert die Politik auf, den Weg für den Standort frei zu machen.

In einem Schreiben hat sich die IHK an die Fraktionen gewandt. Sie appelliert an die Politik, dem Vorschlag des Regionalverbands Ruhr (RVR) für die Fläche im Dinslakener Süden zu folgen.

„Wir können es nicht nachvollziehen, dass die Politik jetzt kurz vor dieser wichtigen Entscheidung von ihrer bisherigen Position abweicht und den Standort in Frage stellt. Bisher hat der Stadtrat grünes Licht für die Fläche gegeben. Wir wünschen uns, dass der Rat den eingeschlagenen Weg auch zu Ende geht“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.

Grundlage für die im Regionalplan ausgewiesene Fläche Barmingholten ist das Industrie- und Gewerbeflächenkonzept des Kreises Wesel. Ende 2014 stimmte der Rat dem Plan mit großer Mehrheit zu und machte damit den Weg für die weiteren Planungsschritte frei.

„Barmingholten hat sehr gute Voraussetzungen, um den Wirtschaftsstandort Dinslaken weiter voran zu bringen. Wird er abgelehnt, gehen uns bald die Gewerbeflächen aus. Mit dieser Entscheidung würde die Dinslakener Politik auf Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze verzichten. Das kann sich die Stadt angesichts der enormen wirtschaftlichen Herausforderungen, auch mit Blick auf die Corona-Krise, nicht leisten“, so der IHK-Chef.

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