Links: Das Bild von der Primiz, also der ersten Messe nach der Priesterweihe von Theo Hoffacker (Mitte), stammt aus dem Fundus von Hoffackers Schwester Adele. Es wurde im Dezember 1950 in Wesel aufgenommen (Foto: Privat) || Rechts: Theo Hoffacker wurde am 17. Juli 2020 in Marienbaum zum Ehrendomkapitular ernannt (Archivfoto: Bistum Münster / Christian Breuer)
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Xanten/Alpen/Niederrhein. Sonderheft über Lebensweg des Jubilars – Gottesdienst im Xantener Dom

Der emeritierte Pfarrer und in diesem Jahr zum Ehrendomkapitular ernannte Theo Hoffacker feiert am Sonntag, 29. November, sein 70-jähriges Weihejubiläum. Den Gottesdienst zum sogenannten Gnadenjubiläum zelebriert im Xantener Dom Erzbischof Heiner Koch aus Berlin gemeinsam mit Weihbischof Rolf Lohmann. Beginn ist um 14 Uhr, aufgrund der Corona-Pandemie steht nur eine begrenzte Zahl an Sitzplätzen zur Verfügung. Hoffacker wurde am 30. November 1950 in der Kirche St. Lamberti in Münster zum Priester geweiht, da zu diesem Zeitpunkt der Dom noch im Wiederaufbau war.

Pünktlich zu diesem besonderen Jubiläum hat der Verein für Geschichte und Brauchtum aus Menzelen ein Sonderheft herausgegeben, das sich ausführlich mit dem Lebensweg von Theo Hoffacker befasst. Der Jubilar hat eine enge Verbindung zu dem Ort, in dem er seine Kindheitsjahre verbrachte. Die Texte stammen von Hoffacker selbst, der das Manuskript gemeinsam mit dem Sekretär des Internationalen Karl-Leisner-Kreises (IKLK), Udo Erbe, verfasst hat. Launisch und mit passenden Exkursen berichtet der Jubilar oft auch über amüsante Anekdoten aus seinem Leben. Angereichert ist das Heft mit zahlreichen historischen Fotos, die Hoff­ackers Schwester Adele aus den persönlichen Fotoalben ausgewählt hat.

Auf 32 Seiten beschreibt Hoffacker seinen Weg zum priesterlichen Leben und seine zahlreichen Stationen am Niederrhein. So berichtet er über seine Zeit als Diakon in Duisburg, die erste Messe als Priester in Büderich und seine Zeit als Kaplan und Religionslehrer in Goch. Er erinnert sich: „Aus der Zeit in Goch stammen noch Jugendgruppen, zum Beispiel die Karl-Leisner-Gruppe, die sich heute noch mit zwölf Männern treffen. Ohne meine Tätigkeit an den Schulen wäre eine solch intensive Jugendarbeit nicht möglich gewesen.“ Anschließend führte ihn der Weg nach Neukirchen-Vluyn, wo Hoffacker Anfang der 1960er-Jahre die Pfarrei St. Antonius aufbaute.

Die nächste Pfarrstelle trat Hoffacker 1975 in Straelen an, in seine Zeit dort fiel die Renovierung der Kirche St. Peter und Paul, bei der dank beharrlicher Nachforschungen Hoffackers historische Deckenfresken im Hochchor wiederentdeckt wurden. Nach seinen Jahren in Straelen wurde Hoffacker nach Xanten-Marienbaum versetzt, wo er trotz seines Alters von mehr als 70 Jahren noch als Seelsorger für die Schützen in der Diözese Münster sowie für die Schönstatt-Bewegung zuständig war, mit der er sich eng verbunden fühlt. In Marienbaum wurde er am 17. Juli 2020 dann auch zum Ehrendomkapitular ernannt. Weibischof Lohmann nannte Hoffacker bei diesem Anlass „einen Priester mit positiver Ausstrahlung, mit Freundlichkeit und Glaubenstiefe, der den Glauben als Stütze für das Leben empfindet“.

Das Sonderheft des Vereins für Geschichte und Brauchtum Menzelen wird nach dem Gottesdienst am 29. November zum Kauf angeboten, außerdem gibt es weitere Exemplare im Pfarrbüro von St. Viktor, Kapitel 8 in Xanten. Im Frühjahr soll in einem weiteren Heft des Vereins ein Artikel von Erbe erscheinen, in dem es insbesondere um die prägenden Kindheitsjahre Hoffackers in Menzelen geht.

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