Der Bergheimer Wasserturm steht auf der höchsten Erhebung der Umgebung und ist 50 Meter hoch (Foto: Stadtwerke Duisburg AG)
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Duisburg. In normalen Jahren wird es westlich des Rheins im November grün. Denn dann wird der Bergheimer Wasserturm in den Abend- und Nachtstunden in eben dieser Farbe illuminiert. Immer dann, wenn die Schulen des Bezirks rund um den 11. November ihre Sankt-Martins-Umzüge veranstalten, ist der Wasserturm als „größte Laterne“ mit dabei. Im Jahr 2020 mussten alle Martinsumzüge wegen der Corona-Pandemie ausfallen – und auch der 50 Meter hohe Turm blieb Anfang November noch dunkel. Doch auch im Winter 2020/2021 müssen die Bergheimer nicht auf den lieb gewonnenen und stimmungsvollen Anblick des hell erleuchteten Wahrzeichens verzichten. Seit Anfang Dezember ist die Beleuchtung des seit 1990 unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks eingeschaltet – und bleibt es in diesem Winter auch bis Ende Januar, also länger als in den Vorjahren.

Der Wasserturm Bergheim wurde 1908 als Speicherturm des Wasserwerks der Gemeinde Hochemmerich errichtet und steht an der Straße „Auf dem Berg“ am höchsten Punkt der Umgebung (36 Meter über Normalnull). Mit seiner Höhe von 50 Metern war er nicht nur das höchstgelegene Bauwerk der damaligen Gemeinde Hochemmerich, sondern auch das höchste Gebäude überhaupt. Der Kugelbehälter, der auf dem siebengeschossigen Ziegelmauerwerk thront, hat einen Durchmesser von 9,2 Metern und ein Fassungsvermögen von mehr als 3.000 Kubikmetern. Seit 1996 ist er nicht mehr als Teil der Wasserversorgung in Betrieb.

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