V.l.: OB Dr. Stephan Keller, Kiminori Iwama, Japanischer Generalkonsul, Dai Ueda, Generaldirektor der JETRO Düsseldorf, Felix Heidemeyer, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr, und David von der Lieth, Leiter der Feuerwehr (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin)
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Düsseldorf. In Düsseldorf konnte man in der Corona-Krise auch viele positive Effekte beobachten. Zum Beispiel spendete die japanische Außenhandelsorganisation (JETRO) in Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Generalkonsulat von Japan japanische Lunch-Boxen. Die sogenannten “Bento-Boxen” sind gefüllt mit japanischen Köstlichkeiten und ein Zeichen des Danks und der Anerkennung.

Vom 24. November bis 4. Dezember wurden Mitarbeiter*innen des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Freiwilligen Feuerwehr Düsseldorf und des Malteser Hilfsdienstes mit Bento-Boxen versorgt. Die Mitarbeiter*innen hatten zur Bewältigung der Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt an mehreren Tagen 230.000 Hygiene-Kits verpackt, die nach den ersten Lockerungen im Frühjahr in der Öffentlichkeit und dem Personennahverkehr verteilt wurden. Zudem unterstützten die über 350 ehrenamtlichen Mitglieder der zehn Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr bei der Verteilung der vom Land Nordrhein-Westfalen bereitgestellten Schutzausrüstung sowie Desinfektionsmittel an Krankenhäuser, Altenheime, Pflegedienste und Einrichtungen der Eingliederungshilfe in Düsseldorf. An einem Zeitpunkt, an dem gerade im pflegerischen Bereich ein großer Engpass an Schutzmaterialen vorherrschte, konnte durch den tatkräftigen Einsatz schnell und unkompliziert geholfen werden.

Sechs japanische Restaurants bereiteten die Bento-Boxen zu und lieferten diese an die drei Organisationen. Von dort wurden sie an die Mitarbeiter*innen verteilt. Eine japanische Bento-Box besteht traditionell aus Reis sowie verschiedenen Beilagen wie Fisch und/oder Fleisch, Gemüse und anderem.
Kiminori Iwama, japanischer Generalkonsul in Düsseldorf, hofft, dass die Helfer*innen mit diesen Lunch-Boxen etwas Kraft bei ihrer Arbeit bekommen und sich vielleicht mit japanischem Essen etwas vertraut machen. “Als Japanischer Generalkonsul in Düsseldorf möchte ich hiermit den Helfer*innen erneut meine tiefste Dankbarkeit für Ihren tatkräftigen, risikobereiten Einsatz zum Ausdruck bringen, den Sie in dieser schwierigen Corona-Zeit unermüdlich leisten. Mein Dank gilt auch Ihren Familien, die Sie unterstützen.”

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Düsseldorf und Japan verbindet seit fast sieben Jahrzehnten eine besondere Beziehung, die nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa ihresgleichen sucht.
Dementsprechend war und ist es für die Landeshauptstadt Düsseldorf eine Selbstverständlichkeit, dass die gesamte Stadtverwaltung und insbesondere das Japan-Desk der Wirtschaftsförderung, Düsseldorfs große Japanische Gemeinde in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Die großartige Spendenaktion der JETRO, für die wir sehr dankbar sind, unterstreicht das einzigartige deutsch-japanische Miteinander in Düsseldorf und motiviert uns, diese Beziehung in all ihren Facetten weiter zu pflegen und auszubauen.”

Dai Ueda, Generaldirektor der JETRO Düsseldorf: “Die JETRO spendet die Lunch-Boxen, zubereitet von sechs japanischen Restaurants in Düsseldorf, um ihre Dankbarkeit für die großartige Unterstützung der japanischen Gemeinde durch die Stadt zum Ausdruck zu bringen. Wir würden uns freuen, wenn den Empfängern durch die Lunch-Boxen die japanische Kultur und Gastronomie in Düsseldorf nähergebracht werden könnten.”

Die japanischen Restaurants, die die Bento-Boxen zubereitet haben, sind: “Kushi Tei of Tokyo” und “Gonta” (beide Immermannstraße), “Hyuga”, “Hakata.de” und “Nagaya” (alle Klosterstraße) sowie “.masa” (Luegallee)/”4 Seasons” (Kaiserswerther Markt).

Dieses Projekt wird vom japanischen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft und Fischereiwesen unterstützt.


In Düsseldorf sind rund 400 japanische Unternehmen ansässig, und über 8.000 Japaner leben und wohnen in der Landeshauptstadt. Damit beheimatet Düsseldorf – bezogen auf die hier lebenden Japaner*innen – die drittgrößte japanische Community in ganz Europa und hinsichtlich der Anzahl der japanischen Unternehmen sogar die zweitgrößte.

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