Das Weihnachtsgeschäft ist wichtig für den Einzelhandel (Foto: Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski)
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Duisburg/Kreis Kleve/Kreis Wesel. IHK fordert finanzielle Hilfen für die Branche

Mit großer Sorge beobachtet die Niederrheinische IHK die aktuelle Diskussion um einen zweiten Lockdown. Im Vorfeld der Bund-Länder-Beratungen am kommenden Sonntag warnt der Wirtschaftsverband davor, den Einzelhandel bereits vor Weihnachten zu schließen. Unabhängig vom Zeitpunkt eines möglichen Lockdowns müsse es auch für den Handel finanzielle Unterstützung geben, fordert die IHK.

„Wenn wir jetzt die Geschäfte schließen, werden nur noch mehr Menschen in noch kürzerer Zeit ihre Weihnachtseinkäufe erledigen. Überfüllte Fußgängerzonen bergen ein höheres Risiko als wenn sich die Kunden über den verbleibenden längeren Zeitraum verteilen“, unterstreicht IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Der Einzelhandel sei sich seiner Verantwortung bewusst. Viele Händler hätten gute Konzepte, um die Kundenströme zu entzerren, zum Beispiel durch erweiterte Öffnungszeiten in den Abendstunden, so Dietzfelbinger weiter.

Gleichzeitig kann der IHK-Manager die Pläne der Politik für einen zweiten Lockdown nach Weihnachten nachvollziehen – auch wenn er sich wünschen würde, dass die Geschäfte geöffnet blieben. „Wir alle müssen uns einschränken, um die Infektionszahlen zu senken. Darüber sind sich die Unternehmer im Klaren. Dabei sollten wir aber immer Augenmaß bewahren“.

Die IHK fordert, bei einer angeordneten Schließung nach Weihnachten den Handel ähnlich wie die Gastronomie zu stützen. „Gerade der stationäre Handel in unseren Innenstädten leidet besonders stark unter der Corona-Krise. Viele Geschäfte haben keinen Puffer mehr, ihr Eigenkapital ist aufgebraucht. Sollte es zu einem weiteren Lockdown kommen, braucht der Handel schnelle und unbürokratische finanzielle Hilfen“, so Dietzfelbinger.

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