Am ersten Kurs KlinikFIT Intensivpflege haben 15 examinierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen teilgenommen. Jessica Wienand ist eine von ihnen und jetzt fit für die Intensivstation (Foto: Helios)
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Krefeld. „Das ist sehr viel Technik und ich habe eine hohe Verantwortung“, so dachte Jessica Wienand über die Arbeit auf der Intensivstation bevor sie ans Helios Klinikum Krefeld wechselte. Die 23-Jährige ist eine von 15 Teilnehmer*innen, die jetzt den Kurs KlinikFIT Intensivpflege abgeschlossen hat.

Im Sommer wechselte sie vom Klinikum in Eberswalde (Brandenburg) nach Krefeld – der Liebe wegen. Bislang war sie auf Normalstationen der Inneren Medizin und der Unfallchirurgie als examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin tätig. Thomas Ramrath, Leiter der Intensivpflege am Krefelder Klinikum, sah das große Potenzial in ihrer Bewerbung und fragte, ob sie nicht Interesse hätte, in den intensivmedizinischen Bereich zu wechseln. „Mit unserem Programm bilden wir examinierte Pflegekräfte gezielt fort. Die Teilnehmer lernen in vier Monaten Theorie und Praxis schrittweise alles, was sie für die Arbeit auf der Intensivstation benötigen. Damit sie sich von Anfang an sicher fühlen, ist immer jemand an ihrer Seite“.

Jessica Wienand traute sich und hospitierte einen Monat auf der Intensivstation. „Am Anfang hatte ich großen Respekt vor der vielen Technik, den Kabeln und der hohen Verantwortung für die schwerkranken Patienten. Jetzt, ein halbes Jahr später, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, irgendwo anders zu arbeiten“, erzählt die Brandenburgerin. „Jeder Tag ist anders, eine Herausforderung zwar, aber eine, die einem auch viel zurückgibt. Diese Vielseitigkeit mag ich persönlich sehr.“ Das Fortbildungsprogramm richtet sich an examinierte Pflegekräfte, die den nächsten Schritt machen möchten, um nach einer strukturierten Einarbeitung auf die Intensivstation zu wechseln. „Was ich auch wichtig finde: Es ist immer ein Arzt ansprechbar, wenn ich Fragen habe. Wir überlegen dann gemeinsam, was für den Patienten am sinnvollsten ist“, so Jessica weiter.

Sie ist froh, nach Krefeld gekommen zu sein, nicht nur, weil sie jetzt mit ihrem Freund zusammengezogen ist. Ihr Rat an alle, die gerne möchten, aber zögern: „Man sollte sich einfach mal trauen – nur so lässt sich feststellen, ob es etwas für einen ist. Wenn nicht, auch nicht schlimm. Ich für meinen Teil habe meinen Traumjob gefunden.“

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