Hauptamtlicher Vorstand und ehrenamtliches Präsidium des DRK Kreisverbands Niederrhein: (v.l.). Sascha van Beek, Andreas Bußmann, Jan Höpfner und Dr. Christian Vorstius (Foto: DRK Kreisverband Niederrhein)
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Kreis Wesel. Auch wenn die diesjährige Jahreshauptversammlung des Kreisverbands Niederrhein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zum ersten Mal – wegen der Corona-Pandemie – als online-Veranstaltung stattfand, so gab es dennoch einen reibungslosen und planmäßigen Ablauf.

 

Durch Corona viele Zusatzaufgaben

In seinem Bericht ging Vorsitzender Jan Höpfner zunächst auf die Aktivitäten und umfangreichen Einsätze des Kreisverbandes im vergangenen Jahr ein – vom „normalen“ Geschäft das nach Karneval plötzlich endete bis zu den völlig veränderten Abläufen durch Corona. Dazu gehörten die Mitbesetzung im Krisenstab des Kreises Wesel und des DRK Landesverbandes Nordrhein ebenso wie die Beschaffung und der Transport von Schutzmaterialien, die Einrichtung von mobilen und stationären Corona-Anstrichstellen und die Versorgung der Bevölkerung mit Schutzmaterial über eigene Automaten. Jan Höpfner zeigte an diesem Beispiel auf, wie erfolgreich die Arbeit des DRK-Kreisverbandes war, denn es wurden bislang über 11.000 Kunden mit 15.000 Artikel versorgt.

 

Viel Kreativität

Auch von Aufgaben wie der Sicherstellung des Rettungsdienstes durch besondere Schutzmaßnahmen des Personals und der Unterstützung des Kreis Wesel bei der Einrichtung einer Impfstelle berichtete der Vorsitzende. Stolz war Jan Höpfner auch, dass mit Christina Märtin mittlerweile die 400. Mitarbeiterin für den Kreisverband gewonnen werden konnte. Und über die Kreativität der Kindertagesstätten, die in der Corona-Zeit einen eigenen You-Tube-Kanal aufgebaut haben.

 

Von Laga-Sanitätsdienst bis Brand-Versorgung

Selbst der Sanitätsdienst auf der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort wurde trotz Corona von den ehrenamtlichen Helfern des Kreisverbandes durchgeführt, auch gab es einige Sucheinsätze der neuen Rettungshundestaffel. Jan Höpfner berichtete zusätzlich, dass bei einem Hochhaus-Brand in Moers die Bewohner mit Verpflegung versorgt und betreut wurden. Ebenso folgten mehrere Verpflegungseinsätze für verschiedene Feuerwehreinsätze im gesamten Kreisgebiet.

 

Ingo Brohl und Hartmut Krabs-Höhler als Gäste

Als Gast war der neue Landrat, Ingo Brohl auf der Jahreshauptversammlung anwesend. Er bedankte sich herzlich beim Kreisverband Niederrhein für die bemerkenswerte Zusammenarbeit mit dem Kreis Wesel und betonte, wie wichtig die Ausbildung von Notfallsanitätern des DRK-Kreisverbands ist.

Hartmut Krabs-Höhler, Geschäftsführer des DRK Landesverbands Nordrhein, betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit leistungsfähiger Kreisverbände und dankte dem Kreisverband Niederrhein für seine große Zuverlässigkeit.

Gut angenommen wird auch die Arbeit des Jugendrotkreuzes, die unter der neuen Leitung von Carina Janßen an 17 Schulen des Kreises Wesel einen Schulsanitätsdienst  anbietet.

 

Satzungsänderung

Der bisherige Vorstand nutzte die Jahreshauptversammlung auch, um seine Satzung zu ändern. Mit Mehrheit wurde beschlossen, dass es nun einen hauptamtlichen Vorstand und ein ehrenamtlich besetztes Präsidium als Aufsichtsgremium gibt. Als Vorsitzender des hauptamtlichen Vorstands wurde Andreas Bußmann ernannt. Das neue ehrenamtliche Präsidium wird von Jan Höpfner als Präsident geführt. Seine Stellvertreter sind Sascha van Beek und Dr. Christian Vorstius. Neu im Präsidium ist Mike Terfloth als Schatzmeister.

 

Dank und Zuversicht

Ausdrücklich dankte Jan Höpfner allen Mitarbeitern und Helfern für ihren Einsatz. Sein Dank galt auch ihren Familien, die deren Tätigkeit im Ehrenamt unterstützten. „Auch wenn Corona uns sicher auch im nächsten Jahr gut beschäftigten wird, blicke ich voll Zuversicht in 2021. Wir sind als DRK-Kreisverband Niederrhein gut aufgestellt und haben eine tolle und engagierte Mannschaft“, so der neu gewählte Präsident.

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