Das Unternehmen „Kraftverkehr Schwalmtal“ (KVS) übernimmt mit seiner Flotte zehn Buslinien im Kreis Viersen (Foto: Kraftverkehr Schwalmtal)
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Kreis Viersen. VKV vergibt zehn Linien an Schwalmtaler Unternehmen

Die Verkehrsgesellschaft Kreis Viersen (VKV) hat insgesamt zehn Buslinien innerhalb des Kreisgebiets neu vergeben. Den Zuschlag erhält das Unternehmen “Kraftverkehr Schwalmtal” (KVS). Dieses wird die zehn Linien ab Juli 2021 in Betrieb nehmen. Landrat Dr. Andreas Coenen und KVS-Inhaber Elmar von der Forst haben jetzt den Verkehrsvertrag unterzeichnet. Er ist für zehn Jahre gültig.

Erstmals wird eine Buslinie vollelektrisch bedient werden. Es handelt sich um die Linie 074 von Viersen über Dülken, Schwalmtal, Niederkrüchten, Brüggen und Bracht nach Kaldenkirchen. Die Elektrobusse können aufgrund der längeren Lieferzeit zum 1. Juli 2022 den Betrieb aufnehmen. “Zuverlässige Buslinien sind nicht nur wichtig für die Infrastruktur, sondern auch Teil der notwendigen Verkehrswende”, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. “Vor dem Hintergrund unseres Strebens nach Nachhaltigkeit ist insbesondere die Elektrobuslinie sinnvoll. Es ist wichtig, diese Art der emissionsfreien Mobilität auf einer Linie zu testen.” Ziel sei es, nach und nach weitere Linien auf Elektrobusse umzustellen. Ein entsprechendes Bonus-System ist Teil der Ausschreibung gewesen. “Emissionsfreie Mobilität ist ein zentraler Baustein der Klimastrategie des Kreises Viersen.”

Bei den zehn Linien handelt es sich um so genannte “Binnenlinien”, die allein innerhalb des Kreisgebiets fahren. Neu ist die Schnellbusverbindung von Lobberich über Boisheim nach Brüggen. Die übrigen Linien werden durch den fortgeschriebenen Nahverkehrsplan teilweise angepasst. Insgesamt rund 52 Busse wird der KVS einsetzen, davon vier Elektrobusse für die Linie 074.

Erstmals hat die VKV die Linien im Rahmen eines Vergabeverfahrens europaweit ausgeschrieben. Eine EU-Verordnung macht dies erforderlich. Bislang konnten die Linien direkt vergeben werden. Für die innerstädtischen Linien in Viersen war zudem eine Abstimmung mit der Stadt Viersen erforderlich. “Dass bei der europaweiten Ausschreibung ein Familienunternehmen aus dem Kreisgebiet das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat, freut uns sehr”, sagt Thomas Heil, Geschäftsführer der VKV. Das Schwalmtaler Unternehmen bedient bereits als Subunternehmer einige der Strecken im Kreis.

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