v.l. Sebastian Heckhausen und Bernd Ramakers (Fotos: CDU)
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Neuss. Beim Schutz von Umwelt und Klima spielen Bäume eine wichtige Rolle. Die CDU möchte Baumpflanzungen in Neuss stärker in den Fokus rücken und Klimaschutz und Heimatverbundenheit zusammenbringen.

„Klimaschutz klappt dann am besten, wenn man sich selbst direkt mit dem Thema identifizieren kann“, ist der Stadtverordnete Sebastian Heckhausen überzeugt. „Wir möchten deshalb vorschlagen, dass die Stadt für jedes neugeborene Kind in Neuss möglichst in Wohnortsnähe einen Baum pflanzt und den frischgebackenen Eltern den Standort dieses Baumes gleich mit der Geburtsurkunde mitteilt – so schaffen wir eine Verbindung zwischen beiden und machen Klimaschutz greifbarer.“

Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Bernd Ramakers, ergänzt: „Der Stadtrat hat die Notwendigkeit der Ersatz- und Neupflanzung von Bäumen in der Vergangenheit bereits erkannt und das Budget entsprechend erhöht. Mit unserem Vorschlag möchten wir diesem Thema zusätzlich einen persönlicheren Touch geben“.

Bei rund 1.500 Neusser Kindern, die pro Jahr das Licht der Welt erblicken, würde die Stadt den Baumbestand in Zukunft spürbar erhöhen. Problematisch bei Neu- oder Ersatzpflanzungen ist, dass wir nur begrenzte Flächen für die Bäume haben. Doch auch hier hat die CDU Lösungsansätze: „Wir können uns vorstellen, dass die Stadt Neuss die Stecklinge beispielsweise auch für den privaten Garten der Eltern zur Verfügung stellt, wenn ein solcher vorhanden ist. Durch das Angebot der Stadt, Bäume auch für private Flächen anzubieten, könnten wir die zur Verfügung stehende Fläche erhöhen“, meint Heckhausen.

Im nächsten Schritt soll die Stadtverwaltung prüfen, welche Möglichkeiten es gibt, die Idee umzusetzen und in die Verwaltungsabläufe einzubinden. „Damit unser Vorhaben gelingt, müssen Realisierbarkeit und Kosten genauer betrachtet werden – natürlich ist für uns auch ein Spendenmodell unter Beteiligung der Eltern denkbar. Zudem ist das Zusammenspiel verschiedener Stellen im Rathaus notwendig, das aufeinander abgestimmt werden muss“, merkt Ramakers abschließend an. Die Ideengeber hoffen auf eine positive Prüfung, um das Thema voranzubringen.

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