Wolf-Rüdiger Knoll (rechts) diskutiert mit Oberstufenschülern des Hugo-Junkers-Gymnasiums über die Zukunft Europas (Foto: © Hugo-Junkers-Gymnasium)
Anzeigen

Mönchengladbach. Trotz herbstlichen Lichtes fand am Hugo-Junkers-Gymnasium im Rahmen umfassender Corona-Regeln eine strahlende Zukunftswerkstatt mit dem Titel ‚Mehr Europa wagen – Jugend macht mit‘ zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft statt. Die Deutsche Gesellschaft e.V. organisierte mit Unterstützung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung acht dieser Workshops für Schulklassen im gesamten Bundesgebiet – und die Schulgemeinde ist sehr glücklich darüber, dass es in schwierigen Zeiten gelang, eine dieser raren Veranstaltungen in Mönchengladbach zu realisieren.

Nach einer Einführung in die Arbeitsweise der Europäischen Union beschäftigten sich die Oberstufenschüler mit ihrem Lehrer Dominik Zuk in zwei Arbeitsgruppen mit den Themenfeldern ‚Umwelt/Klima/Energie/Mobilität‘ und ‚Migration/Flucht/Entwicklung‘. Wie sich zeigte, motivierte das zweite Thema die Schüler in besonderer Weise, da am Hugo-Junkers-Gymnasium – einer Schule, die seit zehn Jahren mit Stolz das Label ‚Schule ohne Rassismus‘ trägt – Kinder mit Wurzeln in 55 Nationen gemeinsam leben und lernen, von denen viele von eigenen Fluchterfahrungen berichten können.

Geleitet wurden die Arbeitsgruppen von zwei ausgewiesenen Experten, die mit Freude aus diesem Anlass nach Mönchengladbach reisten: Dr. Uli Brückner von der Stanford University und Wolf-Rüdiger Knoll, Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte Berlin/München, arbeiteten in der Form von Zukunftswerkstätten mit den Schülern, um im Dialog Positionen und Zukunftsvisionen für die Europäische Union zu entwickeln.

Gerade vor dem Hintergrund des deutschen Vorsitzes im Rat der Europäischen Union wurden für die Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums die großen Möglichkeiten Deutschlands sichtbar, bei Themen wie Klimaschutz, Migration und Digitalisierung, den Kernthemen der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, eine Schlüsselrolle zu spielen. Neben der schon angesprochenen Migration beschäftigt auch das Thema Digitalisierung die jungen Hugoianer in zentraler Weise, denn seit 2019 ist das Hugo-Junkers-Gymnasium eine von der Stadt Mönchengladbach geförderte digitale Pilotschule.

Im fruchtbaren und freundlichen Zusammenspiel der jungen Europäer und den charismatischen Wissenschaftlern wurde in den Räumen des geschichtsträchtigen Gymnasiums deutlich, welche Chancen die Europäische Union bietet – wenn es denn gelingt, auch die nachfolgenden Generationen für Europa zu begeistern.

Beitrag drucken
Anzeigen