v.l. Bürgermeister Marc Venten und Schulleiter Andreas Müller sowie den Beigeordneten Thomas Dückers und Sprachenlehrerin Jacqueline Schindel-Barbosa vor den neu errichteten Fahnenmasten mit Europaflaggen (Foto: privat)
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Korschenbroich. Flaggen mit gelben Sternen auf blauem Grund wehen an den neu aufgestellten Masten: Das Gymnasium Korschenbroich an der Don-Bosco-Straße darf sich ab sofort offiziell „Europaschule“ nennen.

„Das Gymnasium Korschenbroich ist eine weltoffene Schule – wir haben viele Austauschprogramme, mit der Fontys einen Kooperationspartner in den Niederlanden, bieten schon sehr früh eine dritte Fremdsprache und bilinguale Module an und haben europäische Projekte. Die Zertifizierung zur Europaschule hebt dieses Engagement würdigend hervor“, freut sich Schulleiter Andreas Müller und versteht die Auszeichnung als Ansporn, den Weg der (europäischen) Öffnung der Schule weiter auszubauen.

Die Schule hat zuvor ein strenges Bewerbungsverfahren durchlaufen, angeregt von Jacqueline Schindel-Barbosa. Während ihrer eigenen Schullaufbahn konnte sie Erfahrungen mit den Vorzügen einer Europaschule sammeln. Mittlerweile Lehrerin am GyKo, war es ihr „Traum, dass auch unser Standort Europaschule wird.“ Schnell waren das Kollegium und die Schulkonferenz überzeugt und stimmten der Bewerbung zu. „Im engen Kontakt mit der ARGEUS, der Arbeitsgemeinschaft für Europaschulen im Verbund mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, haben wir an unserem Konzept gearbeitet“, so die Lehrerin. Sie selbst ist zweisprachig aufgewachsen und findet es enorm wichtig, „jungen Menschen nicht zuletzt über die sprachliche Qualifikation den Weg in das künftige Berufsleben zu ebnen.“

Das Gütesiegel „Europaschule“ ist übrigens nicht ewig gültig – in regelmäßigen Abständen wird überprüft, ob die Schule den Anforderungen weiterhin entspricht. Positiv in die Waagschale kann das GyKo etwa Gemeinschaftsprojekte mit einer schwedischen Schule, regelmäßige Fahrten zum Europaparlament in Brüssel oder die Vorbereitungen auf Sprachzertifikate legen.

Auch Bürgermeister Marc Venten freut sich über die Auszeichnung des Korschenbroicher Gymnasiums. Er nimmt die europäische Ausrichtung vor allem beim Empfang von internationalen Schülergruppen wahr. „Es ist ein großer Unterschied, ob ich etwas über Europa höre und lese, oder ob ich direkt Gleichaltrige aus Alska, Frankreich, Ungarn oder aus den Niederlanden treffen und mich mit ihnen vernetzen kann“, beobachtet er bei diesen Terminen. „Und es wird zunehmend wichtiger, dass sich junge Leute sicher auf dem internationalen Parkett bewegen. Ich finde es erfreulich, dass Korschenbroicher Schülerinnen und Schüler dank der internationalen Kontakte des Gymnasiums künftig auch wieder Auslandspraktika absolvieren können.“

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