Symbolfoto

Essen. Am Freitagabend (18. Dezember, 19:22 Uhr) wurde die Polizei zu einer Ruhestörung im Südviertel gerufen – diese entpuppte sich als Weihnachtsfeier einer Arztpraxis.

Laute Musik, dazu Partylärm mit singenden und tanzenden Gästen waren offenbar einem Anwohner durch ein geöffnetes Fenster im Hinterhof aufgefallen, deshalb hatte dieser die Polizei verständigt.

Als die zu Hilfe gerufenen Beamten eintrafen, fanden sie einen Mann (35) und vier Frauen (26/28/38/59) in einer Arztpraxis vor. Die Personen trugen keinen Mund-Nase-Schutz und gehörten fünf verschiedenen Haushalten an. Der 35-jährige Arzt erklärte, dass man heute den letzten Arbeitstag gehabt hätte und er seine Angestellten nach einem schweren Jahr mit einer kleinen Feier habe belohnen wollen. Dabei wirkte der alkoholisierte Mann sehr aufgebracht und schrie die Beamten an.

Mit Blick auf die aktuelle Coronaschutzverordnung, die am 16. Dezember 2020 in Kraft getreten ist und Partys und vergleichbare Feiern generell untersagt, erklärten die Polizisten den Feiernden die Situation sowie das weitere Vorgehen.

Die Beamten beendeten die Feier und wollten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige fertigen – dafür wollten sie die Personalien der Anwesenden feststellen. Dies führte zum Widerstand des 35-Jährigen sowie der 26-jährigen Frau. Beide bezweifelten die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Maßnahme und schrien die Beamten an. Die 26-Jährige begann, den Einsatz mit ihrem Smartphone zu filmen. Die beiden ließen sich weder durch die Polizisten noch durch die anderen drei Gäste, die sich sehr besonnen verhielten, beruhigen. Als die Polizisten sie nach ihren Ausweisen durchsuchten, leisteten der 35-Jährige und die 26-Jährige Widerstand, die Frau biss eine Beamtin in den Finger.

Zur Klärung des Sachverhaltes wurden beide zur Wache Mitte gebracht, wo ihnen auch eine Blutprobe entnommen wurde. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen