Visualisierung des ehem. Polizeipräsidiums an der Theodor-Heuss-Straße aus dem Rahmenplan Hochschulquartier. Zu sehen ist hier ein möglicher Übergang von der Hochschule Niederrhein zum neuen Wissenscampus ( © Stadt MG)
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Mönchengladbach. Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier bescheinigt Tragfähigkeit

Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier hat in seiner letzten Sitzung des Jahres das Mönchengladbacher Projekt zur Entwicklung eines Wissens- und Innovationscampus auf dem Gelände des ehemaligen Polizeipräsidiums ausgezeichnet. Mit dem „zweiten Stern“ wird der Stadt bescheinigt, dass dieses Projekt im Rahmen des Strukturwandels als tragfähiges Vorhaben eingestuft wird. Ende Oktober hatte die Stabsstelle Strukturwandel der Stadt Mönchengladbach die nun prämierte Skizze mit dem Titel „EWIC – Entwicklung eines Wissens- und Innovationscampus“ eingereicht. Für eine Umsetzung des Projekts müssen jetzt noch formale Förderanträge gestellt und der Ankauf der Liegenschaft vollzogen werden.

Ziel dieses Wissens- und Innovationscampus ist es, beispielsweise durch die Förderungen von Existenzgründungen neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Chance auf zukunftsfähige Arbeit durch neue Weiterbildungsangebote für alle zu erhöhen. Ganz im Sinne der vom Fördergeber geforderten Kriterien soll die nachhaltige Entwicklung des Campus sowohl durch klimaneutrale Energiekonzepte als auch durch digitale Innovationen und ressourcenschonende Sanierung erfolgen. Einen weiteren Stern erhielt auch das von der WFMG, dem Verein nextMG und der IHK Mittlerer Niederrhein entwickelte Vorhaben einer „School of Entrepreneurship“. Wie etwa eine Junior-Uni und eine Coding School soll auch sie später einen Platz auf dem Campus finden. „Mönchengladbachs Beitrag zum Strukturwandel kann nicht primär in der Bereitstellung von Gewerbeflächen bestehen. Wir müssen auf kluge Köpfe und Chancengleichheit für alle Bürgerinnen und Bürger setzen. Der Wissenscampus bietet die Möglichkeit, kreative Kräfte an einem Standort zu bündeln und gezielt Innovationen voranzutreiben“, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Die Stadt begreife den anstehenden Wandel als Chance. Entsprechende Strukturen wurden bereits geschaffen: „Mit der direkt in der Verwaltung angesiedelten Stabsstelle Strukturwandel können wir den ohnehin anstehenden Strukturwandel auf die Ziele der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt ausrichten. Der bisher erfolgreiche Verlauf dieses wichtigen Projektes bestätigt unsere Entscheidung“, so Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin. Schon im Oktober 2020 hatte die Stadt „Sterne“ für im Verbund mit dem Zweckverband LandFolge Garzweiler eingereichte Projekte wie die „Exzellenzregion Nachhaltiges Bauen“, das „Rheinische Radverkehrsrevier“ oder das „Innovation Valley Garzweiler“ erhalten.

Die grundsätzliche Idee zur Entwicklung eines Wissens- und Innovationscampus an dieser städtebaulich zentralen Stelle hat seit der Gründung des Wissenscampus e.V. Ende 2019 einen starken Unterstützerkreis vor Ort. Das Projekt wurde als prioritär für das eigens für Tagebauanrainer aufgelegte Förderprogramm „Starterpaket Kernrevier“ erklärt. Um die zweite Stufe des Qualifizierungsverfahren zu erreichen, mussten nicht nur die einzelnen Ansätze zur Nutzung weiter ausgeführt, sondern auch ein konkreter Weg in Form eines Projektplans aufgezeigt werden. Diesen Weg arbeitete nun die Stabsstelle Strukturwandel im Dialog mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW aus. Entstanden ist so konkretes Förderprojekt, das die „Bühne“ für Wissen und Innovation in Mönchengladbach bieten soll. Zunächst stehen die Planungen der erforderlichen baulichen Maßnahmen auf dem denkmalgeschützten Gelände sowie die Erarbeitung eines Businessplans für die anschließende Nutzung an. Vorgesehen ist außerdem, das Gelände bereits während der Bauzeit mit Zwischennutzungen zu beleben und für die Öffentlichkeit erfahrbar zu machen.

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