Anton Källberg (Foto: Jörg Fuhrmann)
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Düsseldorf. Borussia Düsseldorf hat das Topspiel der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen und damit auch das letzte Spiel des Jahres mit 3:1 gewonnen. Durch den Sieg bleibt der frischgebackene Champions League Sieger auch Tabellenführer der höchsten deutschen Liga (18:2 Punkte) vor den Gästen aus Oberschwaben (16:4). Anton Källberg war beim Heimspiel mit zwei Einzel-Erfolgen erneut „Man of the Match“.

Der junge Schwede knüpfte dort an, wo er am Freitag im Champions League Finale aufgehört hatte. Zunächst schlug er Kanak Jha in vier Sätzen, bevor er im Spitzeneinzel Simon Gauzy keine Chance ließ und den 3:1-Sieg seiner Borussia perfekt machte. Anton Källberg spielt schon die gesamte Saison auf hohem Niveau, das er in den letzten Wochen sogar noch einmal steigern konnte. Stark im Auf- und Rückschlagspiel, mit dem er sofort Druck auf seine Kontrahenten ausübt, präzise und hart in seinen Angriffsschlägen, ob die Linie entlang oder diagonal, schnell auf den Beinen – Källberg ist derzeit kaum zu bezwingen. Seine beeindruckende Bilanz in dieser Saison: 12:1-Siege in der Tischtennis Bundesliga, 22:1-Siege wettbewerbsübergreifend. Mit seinem Triumph über Gauzy feierte der 23-Jährige zudem noch ein Jubiläum, seinen 100. Pflichtspielerfolg im 152. Spiel für die Borussia. 92 Mal gewann er im Einzel, acht Mal im Doppel.

Källberg übernahm heute die Rolle des Leaders für den kurzfristig ausgefallenen Timo Boll, der seit dem Champions League Turnier mit leichten Rückenproblemen zu kämpfen hat. Da auch auf Seiten der Ochsenhausener mit Hugo Calderano die etatmäßige Nummer eins ausfiel, mussten in beiden Klubs andere Verantwortung übernehmen. Dies tat bei den Landeshauptstädtern neben Källberg auch Ricardo Walther, der für das zwischenzeitliche 2:1 sorgte. Walther hatte dabei nur im ersten Durchgang gegen Samuel Kulczycki Schwierigkeiten, seinen Vorsprung ins Ziel zu bringen. In den beiden Folgesätzen dominierte der deutsche Nationalspieler die Partie und holte damit seinen sechsten Sieg im siebten Einzel in dieser Bundesliga-Spielzeit.

Einzig Kristian Karlsson gelingt es derzeit nicht, seine guten Trainingsleistungen regelmäßig im Wettkampf abrufen zu können. Er spielte zwar zwei Sätze lang gegen Gauzy auf Augenhöhe, unterlag aber am Ende trotzdem mit 0:3. Diese Niederlage fiel jedoch heute nicht ins Gewicht, da Källberg und Walther die nötigen Punkte sammelten. Die Borussia beendet das Jahr 2020 als Erster der TTBL mit 18:2 Punkten vor den Gästen aus Ochsenhausen (16:4). Auf den weiteren Play-off-Plätzen rangieren Bergneustadt (16:6) und Neu-Ulm (14:8). Nach nur kurzer Winterpause geht es bereits am 3. Januar mit dem Auswärtsspiel in Bad Homburg weiter, ehe am 9. Januar mit dem Pokalfinale der nächste Saison-Höhepunkt ansteht.

 

Stimmen zum Spiel:

Danny Heister, Trainer Borussia Düsseldorf:

“Nach der Champions League war das Team schon ziemlich platt. Ich glaube, in den letzten Wochen haben wir gezeigt, dass wir eine starke Mannschaft sind und zusammenhalten. Es hat unheimlichen Spaß gemacht. Jetzt erholen wir uns erst mal, und dann greifen wir wieder an.”

 

Andreas Preuß, Manager Borussia Düsseldorf:

“Glückwunsch an die Mannschaft. Einen schöneren Jahresabschluss hätten wir uns nicht vorstellen können. Sie haben eine super Hinrunde mit diesem Sieg im Topspiel heute gekrönt. Dazu kommt unser grandioser Champions League Sieg letzte Woche. Ich bin stolz auf die Jungs, auf unseren Trainer, auf den gesamten Staff im Hintergrund. Danke an alle und auch an diejenigen, die uns die ganze Saison unterstützt haben.”

 

Yong Fu, Trainer TTF Liebherr Ochsenhausen:

“Letzte Woche war Hugo schon verletzt, hat aber gegen Neu-Ulm weitergespielt. Danach hatte er noch mehr Probleme. Deswegen hat er heute gefehlt. Düsseldorf ist auch ohne Timo sehr stark. Unsere Jungs haben aber alle gut gespielt, ich bin sehr zufrieden.”

 

Die Ergebnisse im Überblick:

Borussia Düsseldorf  – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1

 

Anton Källberg – Kanak Jha 3:1 (6:11, 11:6, 14:12, 11:4)

Kristian Karlsson – Simon Gauzy 0:3 (11:13, 9:11, 3:11)

Ricardo Walther – Samuel Kulczycki 3:0 (13:11, 11:5, 11:8)

Källberg – Gauzy 3:0 (11:3, 11:4, 15:13)

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