Die früherer Kassiererin Clarissa Schepke (li.) und die frühere Vorsitzende Beatrix Schepke (re.) brachten die Spende des Dio-Chor zu Prof. Roland Besser (re; Vorsitzender Hospiz Stiftung Krefeld) und Alexander Henes (li.; Leiter Hospiz am Blumenplatz) (Foto: privat)

Krefeld. „Es ist wirklich sehr schade für die Kulturszene in Krefeld, dass wir den Dio-Chor verlieren – aber wir sind sehr dankbar dafür, dass Sie im Zuge der Chor-Auflösung Ihre finanziellen Ressourcen für die Hospiz-Arbeit in Krefeld spenden möchten“: Alexander Henes (Hospiz-Leiter) und Prof. Roland Besser (Vorsitzender Hospiz Stiftung Krefeld) begrüßten jetzt die frühere Vorsitzende des „Dionysius-Chor e.V.“, Beatrix Schepke, und die frühere Kassiererin, Clarissa Wesch.

Die beiden überbrachten die Nachricht, dass nach der Abwicklung der Vereinsgeschäftsführung noch ein Restbetrag in Höhe rund 5 000,- Euro vorhanden ist. Dieser Betrag soll laut der Satzung des Chors/Vereins als Spende für die Hospiz-Arbeit in Krefeld verwendet werden.

Der Dionysius-Chor war 1968 von Hans-Jörg Böckeler als gemischter Chor gegründet worden und hatte sich im Laufe der Jahre in Krefeld und verschiedenen anderen Ländern einen guten Namen gemacht. Das Repertoire bzw. die Chorprojekte reichten von klassischer / kirchlicher Musik über Jazz und Oldies bis zu Pop (Songs der Les Humphries Singers, Abba, Beatles…) und großen Gesangsprojekten (Mass of the Children, Sternenmantel…). Das neue geistliche Lied blieb aber immer ein besonderes Anliegen und so war die logische Folge, dass der Chor auch auf Veranstaltungen bei Katholikentagen und Evangelischen Kirchentagen auftrat. Sehr bekannt ist auch das 150-minütige Rock-Oratorium „CREDO“ – eine Vertonung des „Kevelaerer Credo“ von Wilhelm Willms anlässlich der 350-Jahr-Feier 1992 des Marienheiligtums Kevelaer

„Der Tod des Chorleiters im März 2018 hat uns tief getroffen, die Suche nach einem Nachfolger verlief leider ergebnislos“, so Beatrix Schepke. Daher blieb nur die ordnungsgemäße Auflösung des Vereins, der im Lauf der Jahre bis zu 65 Mitglieder, davon 40 bis 45 aktive Sänger/-innen hatte.

Prof. Roland Besser und Hospiz-Leiter Alexander Henes informierten die Besucherinnen über die Angebote in der stationären und ambulanten Hospiz-Arbeit. „Erschreckend“ fanden es die Zuhörerinnen, dass zum Beispiel Musik-Therapie oder die psychologische Betreuung nicht über das deutsche Gesundheitssystem, sondern über Spenden finanziert werden müssen. Sie hatten noch eine zweite Spende mitgebracht – die Notenblätter, die der Chor im Laufe der Jahre benutzt hatte. Das sei eine gute Ergänzung für die Arbeit der Musiktherapeutin im Hospiz, freute sich Henes.

InfoKlick: www.hospiz-krefeld.de

Beitrag drucken
Anzeigen