Sprecherinnen des Seniorenbeirates erneut gewählt (v. l. n. r.): Sprecherin Bärbel Reining-Bender, Bürgermeister Dietmar Heyde, stellv. Sprecherin Margit van Wesel und Azra Zürn, Leiterin des Fachbereiches Jugend und Soziales (Foto: privat)
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Rheinberg. Bürgermeister Dietmar Heyde ließ es sich trotz engem Terminkalender nicht nehmen, den Seniorenbeirat während seiner konstituierenden Sitzung am 10.12. in der Stadthalle persönlich zu begrüßen. Er bedankte sich bei den anwesenden Mitgliedern für die Bereitschaft, sich für die Belange älterer Menschen in Rheinberg einzusetzen und sicherte seine Unterstützung zu.

Bekanntlich hatte der Ausschuss für Soziales, Familie und Senioren in seiner Sitzung am 19. November die Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder für den Seniorenbeirat neu bestellt. Bei der konstituierenden Sitzung stand u.a. die Wahl einer Sprecherin / eines Sprechers sowie einer stellvertretenden Sprecherin / eines stellvertretenden Sprechers auf der Tagesordnung. Azra Zürn und Martin Tomberg vom zuständigen Fachbereich Jugend und Soziales führten die Sitzung bis zur Wahl einer Sprecherin / eines Sprechers. Vorgeschlagen und erneut gewählt wurde die bisherige Sprecherin Bärbel Reining-Bender. Ebenfalls wiedergewählt wurde Margit van Wesel als stellvertretende Sprecherin.

Das Führungsduo, seit 2018 für den Seniorenbeirat aktiv, gab einen Überblick über bisherige Aktivitäten. Das Jahr 2020, so Bärbel Reining-Bender, sei allerdings geprägt durch Corona. Infolgedessen sei vieles ausgefallen bzw. konnte nicht stattfinden. Die letzte reguläre Sitzung des Beirates fand im August statt, als aufgrund der positiven Entwicklung der Inzidenzzahlen Treffen wieder möglich waren. Seinerzeit stellte Bettina Schilling von der gerontopsychiatrischen Beratungsstelle des St. Josef Krankenhauses Moers ihr Angebot für Seniorinnen und Senioren vor. Seitdem, so die Sprecherin, seien die Aktivitäten des Seniorenbeirates fast zum Erliegen gekommen. Auch Sprechstunden konnten wegen Corona nicht durchgeführt werden. Das Risiko sei zu groß, weil sowohl Beratende als auch Ratsuchende zur Risikogruppe der älteren Menschen gehörten. Telefonische Beratungen seien aber jederzeit möglich und würden auch genutzt, so Reining-Bender.

Als Ausblick auf mögliche Aktivitäten, berichtete Bärbel Reining-Bender über eine geplante „Corona-Revue“, die im Rheinberger Stadthaus stattfinden soll. Die Idee dazu hatte Bernard Bauguitte, vielen bekannt als ehemaliger Leiter der Diakonie und kreativer Gestalter des Rheinberger Ferienprogramms. Er hat als Puppenspieler Stücke zu/über Corona entwickelt, die besonders auch ältere Menschen ansprechen.  Mitwirken werden zudem ein Zauberer, ein Kabarettist, das Stehgreiftheater „Facettenreich“, eine Coverband sowie weitere Kreative aus Rheinberg. Der Erlös dieser Veranstaltung soll Kunstschaffenden zugutekommen, die coronabedingt keine Einnahmen erzielen. Nach mehreren Verschiebungen ist nun ein Aufführungstermin für Mai angedacht. Der neue Seniorenbeirat stimmte der Beteiligung an diesem Projekt zu.

Annemarie Khannak, neues Mitglied im Seniorenbeirat, thematisierte das geplante Impfzentrum in Wesel. Ein Impfzentrum für den gesamten Kreis Wesel sei zu wenig, so ihr Einwand. Es müsse auch linksrheinisch ein Impfzentrum geben, damit ältere Menschen nicht so weite Wege zurückzulegen hätten. Fachbereichsleiterin Azra Zürn wies darauf hin, dass mobile Impfteams eingesetzt werden sollen, die z.B.  Impfungen in Altenheimen vornehmen sollen. Wie genau die Impfungen ablaufen werden, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Der Beirat einigte sich darauf, den Landrat des Kreises Wesel anzuschreiben, um ein weiteres Impfzentrum für den linken Niederrhein zu fordern.

Weitere Sitzungstermine wurden mit Blick auf die Corona-Beschränkungen nicht verabredet. Man werde aber, so die Sprecherin, online in Verbindung bleiben.

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