Hans Josef Brands (75) war der erste Krefelder, der am Sonntagmittag im Hansa-Haus vom Leiter des Impfteams, Dr. Wilfried Stutzinger, eine Corona-Impfung bekam (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Sonja Borghoff)
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Düsseldorf/Mülheim/Duisburg/Krefeld/Kreis Kleve/Kreis Wesel/Oberhausen/Mönchengladbach/Essen. In der Landeshauptstadt Düsseldorf informierten Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Dr. Carsten König von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zum Impfstart.

Die Impfaktion in der Landeshauptstadt Düsseldorf gegen COVID-19 ist gestartet. Am Sonntag, 27. Dezember, haben Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller und Dr. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNo), am Impfzentrum Düsseldorf über die ersten mobilen Impfungen im Düsseldorfer Seniorenheim Haus Lörick informiert.

Denn gemäß der Impfverordnung des Bundes finden die ersten Impfungen nicht im Impfzentrum, sondern in Senioren- und Pflegeeinrichtungen statt. Für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt benennen die Kassenärztlichen Vereinigungen dem Land die zunächst zu beliefernden Pflegeeinrichtungen. In Düsseldorf erfolgt die Priorisierung über die Größe der Einrichtungen. Diese werden dann vom Land mit den Impfdosen und Impfmaterial (Kanülen und Spritzen) beliefert.

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein organisiert die Besuche in Abstimmung mit den Einrichtungen und entsendet die mobilen Teams aus Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Hilfspersonal, die vor Ort impfen. Nach der Rekonstitution (“Anmischen”) muss der Impfstoff innerhalb von sechs Stunden verimpft werden.

In Düsseldorf starteten die ersten Impfungen heute im Wohnstift Haus Lörick. Dort erhielt Bewohnerin Ursula Spehr (82) als erste Düsseldorferin eine Impfung.

Für die Stadt Düsseldorf hat das NRW-Gesundheitsministerium für die nächsten Tage folgende Impfdosen vorgesehen: Am 27. Dezember: 180, ab dem 29. Dezember: 2.111 und ab dem 31. Dezember: 2.111 – mit der entsprechenden Anzahl Impfdosen für die zweite Impfung jeweils drei Wochen später. Im Januar werden dann zunächst wöchentlich 141.375 Impfdosen an das Land Nordrhein-Westfalen ausgeliefert. Mit der Zulassung eines weiteren Impfstoffes wird sich die Zahl signifikant erhöhen.

Dann soll auch das Impfen im Impfzentrum Düsseldorf starten, das von der Landeshauptstadt Düsseldorf bereitgestellt wird. Zudem hält die Stadt derzeit acht Impfmobile bereit, die bei Bedarf zum Einsatz kommen können. Denn im nächsten Schritt der freiwilligen Impfungen sollen Pflegepersonal auf Intensiv- und Corona-Stationen, sowie alle Menschen ab 80 Jahren berücksichtigt werden, die in ihren eigenen vier Wänden wohnen und im Impfzentrum oder zu Hause geimpft werden sollen. Die Terminvergabe durch die KV Nordrhein, die unter der Hotline 116 117 erfolgen wird, ist jedoch noch nicht gestartet. Das Land Nordrhein-Westfalen hat gestern angekündigt, dazu alle Impfberechtigten ab 80 Jahren gesondert anzuschreiben.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Heute ist ein guter Tag für Düsseldorf! Bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie setzen wir große Hoffnung in die freiwilligen Impfungen. Die Hoffnung beruht darauf, dass die Zahl von Neuinfektionen und die Zahl schwerer Verläufe der Erkrankung damit reduziert werden können. Dabei habe ich vollstes Vertrauen in die Arbeit der Kassenärztlichen Vereinigung, die die Impfung der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort übernommen hat. Der nächste Meilenstein wird dann der Start hier im Impfzentrum und mit den Impfmobilen sein, sobald genügend Impfstoff für die weiteren Personengruppen bereit steht.”

Dr. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein: “Wir sehen leider seit Wochen eine Besorgnis erregende Entwicklung der Pandemie, die allen Beteiligten im Gesundheitswesen viel abverlangt. Wir müssen diesen Trend stoppen. Deshalb ist es ungemein wichtig, jetzt mit dem Impfen zügig zu beginnen – dazu brauchen wir ausreichende Mengen an Impfstoff. Noch in diesem Jahr starten zu können, ist ein wesentlicher Baustein zum Schutz der vulnerablen, besonders gefährdeten Gruppen. Wir sind vorbereitet für den Start, werden unsere Aufgaben dabei erfüllen und schaffen damit eine Grundlage für eine nachhaltig positive Entwicklung im kommenden Jahr.”

Norbert Molitor, Geschäftsführer Wohnstift Haus Lörick: “Wir freuen uns sehr, dass wir bei der Impfaktion heute in Düsseldorf die ersten sein durften. Es hat dank der guten Kooperation und Koordination zwischen meinen Mitarbeitern, den Hausärzten, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Feuerwehr und dem Gesundheitsamt der Stadt Düsseldorf einen reibungslosen Ablauf gegeben. Als heute morgen der Impfstoff angeliefert wurde, war das wie Weihnachten. Bei uns ist die Impfbereitschaft jedenfalls sehr groß.”

Erste Schutzimpfung gegen Corona in Düsseldorf: Dr. Frank Weinstock impft Ursula Spehr aus dem Haus Lörick (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf, Feuerwehr)

 

Corona-Impfungen in Mönchengladbach haben begonnen

Im Altenheim Haus Bungeroth wurden heute die ersten 110 Bewohner*innen und Pflegekräfte geimpft

Heute (Sonntag, 27. April) sind die ersten 110 Altenheimbewohner*innen und Pflegekräfte in Mönchengladbach im Haus Bungeroth gegen das Coronavirus geimpft worden. Der Impfstoff der Firma BionTech war am Samstag vom Land NRW direkt an das Altenheim des Diakonischen Werkes mit rund 70 Bewohner*innen geliefert worden.

Für Oberbürgermeister Felix Heinrichs ist mit dem Impfstart die Hoffnung verbunden, dass der Kampf gegen die Pandemie nun einen entscheidenden Schritt vorankommt: „Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie anfällig gerade Pflegeeinrichtungen gegen das Virus sind. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen für Bewohner*innen und Angehörige gelingt es dem Virus immer wieder, Schlupflöcher zu finden – mit teils dramatischen Folgen für betagte und stark vorerkrankte Bewohner*innen.“ Deshalb sei es richtig, sich in der ersten Phase der Impfkampagne vor allem auf Pflegeeinrichtungen und Pflegepersonal zu konzentrieren. „Dabei werden wir die Krankenhäuser, die in der Pandemie ebenfalls eine Schlüsselrolle haben, nicht aus den Augen verlieren“, so Heinrichs weiter.

Susanne Claßen, Einrichtungsleiterin im Haus Bungeroth, war auf die Premiere in ihrem Haus gut vorbereitet. Für die Impfungen hatte sie Stefan Jacobs gewonnen, der die Einrichtung als Kooperationsarzt regelmäßig medizinisch betreut. Jacobs wurde von einem mobilen Impfteam der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein unterstützt. Das sorgte auch für die Aufbereitung des Impfstoffs vor Ort. Der kam per Spedition als tiefgekühltes Konzentrat im Pflegeheim an der Steinmetzstraße an, musste hier über Nacht im Kühlschrank gelagert, aufgetaut und heute Vormittag für die Impfungen mit Kochsalzlösung verdünnt werden.

So aufbereitet kann der Impfstoff sechs Stunden lang verabreicht werden. Doch so lange benötigte das Team im Haus Bungeroth nicht. Schon gegen 13 Uhr waren alle, die sich impfen lassen wollten, versorgt.

Weitere Lieferungen des Impfstoffs hat das Land NRW für Ende Dezember und Mitte Januar angekündigt. Diese sollen nach dem Einwohnerschlüssel auf die Städte und Kreise verteilt werden. Für Mönchengladbach werden an fünf Terminen bis zum 21. Januar noch einmal rund 3.800 Impfdosen erwartet. Insgesamt können so (inklusive der notwendigen Wiederholungsimpfung nach mindestens drei Wochen) im ersten Schritt rund 2.000 Personen geimpft werden.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadtverwaltung der KV Nordrhein einen Impfplan für die 43 stationären Einrichtungen in Mönchengladbach übermittelt. Die KV Nordrhein organisiert die Besuche in Abstimmung mit den Einrichtungen und entsendet die mobilen Teams.

Wann der Betrieb in den 53 nordrhein-westfälischen Impfzentren und damit auch im Impfzentrum der Stadt Mönchengladbach aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Die KV Nordrhein und das Land NRW gehen davon aus, dass noch im Januar genügend Impfstoff verfügbar ist, um auch in den Impfzentren zu starten. Hier können sich dann im ersten Schritt unter anderem alle Personen, die 80 Jahre oder älter und mobil sind, impfen lassen.

Die Terminvergabe für die Impfzentren, die unter der bundesweiten Hotline 116 117 erfolgen wird, ist noch nicht gestartet. Die KV Nordrhein bittet die Bürgerinnen und Bürger daher, von Anrufen mit Terminwünschen noch abzusehen.

„Der Start der Impfungen am heutigen Tag macht Mut, darf uns aber auch nicht unvorsichtig und nachlässig werden lassen: Die Immunisierung großer Teile der Bevölkerung ist eine Mammutaufgabe, die alle Beteiligten noch Monate beschäftigen wird. Deshalb ist es wichtig, weiter alle schon bekannten Vorsichtsmaßnahmen und Hygieneregeln möglichst penibel zu beachten. Sie sind noch das beste Mittel, das wir gegen die Verbreitung des Virus haben“, betont OB Felix Heinrichs.

 

Duisburg beginnt mit ersten Impfungen

In Duisburg sind am heutigen Sonntag, 27. Dezember, die ersten Impfungen vorgenommen worden. Nach den Vorgaben des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen werden zunächst besonders vulnerable Menschen geimpft.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen begonnen haben. Die vergangenen Monate waren für diese Menschen noch belastender, als für viele andere. Ich gehe fest davon aus, dass wir dieser Erfolgsmeldung in den kommenden Wochen und Monaten viele weitere hinzufügen können und so schnell wie möglich viele weitere Duisburgerinnen und Duisburger impfen werden“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

In Duisburg leben derzeit 5890 Menschen in entsprechenden Einrichtungen. Hinzu kommen noch einmal 5820 Mitarbeiter, die ebenfalls durch die KVNO geimpft werden.

 

Erste Corona-Schutzimpfungen in Essen gestartet

In Essen wurde mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus gestartet. Um kurz nach 7 Uhr heute Morgen (27.12.) wurde der Impfstoff angeliefert und zur Verimpfung vorbereitet.

Um kurz nach 11 Uhr wurde dann als erste Essenerin eine 87-jährige Bewohnerin des Haus Berge in Bergeborbeck durch die Leiterin und Amtsärztin des Gesundheitsamtes der Stadt Essen, Juliane Böttcher, geimpft.

Insgesamt werden heute die ersten rund 180 Impfdosen in dieser Einrichtung verimpft, sowohl bei Bewohner*innen als auch bei Pflegekräften. Mehr Impfungen sind für den 29. und 30. Dezember in weiteren 21 Essener Alten- und Pflegeeinrichtungen geplant. Insgesamt sollen bis Jahresende rund 4.680 freiwillige Impfungen durchgeführt werden können. Das entspricht knapp zwei Drittel der Menschen in Essener Alten- und Pflegeeinrichtungen, die zur Kategorie 1 der bundesweiten Impfverordnung gehören und vorrangig geimpft werden sollen.

Für den Monat Januar des kommenden Jahres sind weitere Lieferungen von Impfdosen angekündigt.

Mehr Informationen zum Thema Impfen unter www.essen.de/coronavirus_impfen

Als erste Essenerin wurde eine 87-jährige Bewohnerin des Haus Berge durch die Leiterin und Amtsärztin des Gesundheitsamtes der Stadt Essen, Juliane Böttcher, geimpft (Foto: © Stadt Essen)

 

Oberhausen: Erste Impfungen gegen Corona im Haus Abendfrieden

Corona-Impfstart auch in Oberhausen. Pünktlich um 12 Uhr wurden am heutigen Sonntag die ersten der 180 Impfdosen im Seniorenheim „Haus Abendfrieden“ an der Dieckerstraße mit einem kleinen „Piks“ verabreicht. Das mobile Impfteam um Dr. Heinrich Vogelsang, Heimleiter Josef Bergmann und das Feuerwehr-Team von Krisenstabsleiter Michael Jehn hatten die besten Voraussetzungen für einen reibungslosen Impfstart in der Einrichtung geschaffen und den Speiseraum zum Impfraum umfunktioniert. Der organisatorische Aufwand war enorm.

Nach dem ersten Durchgang hat auch Heimleiter Josef Bergmann seinen Arm freigemacht und eine Impfdosis erhalten. „Das ist im Moment der einzige Weg, das Corona-Problem in den Griff zu bekommen, und ich wollte mit guten Beispiel vorangehen“, so Bergmann.

Nach dem Haus Abendfrieden sind dann das Haus Bronkhorstfeld und das Pflegeheim Gute Hoffnung an der Reihe. „Bis Silvester wurden für Oberhausen insgesamt 1.800 weitere Impfdosen zugesagt“, erklärte Krisenstabsleiter Michael Jehn, der sich selbst auch ein Bild vom Impfstart im Haus Abendfrieden machte. Insgesamt sollen allein in dieser Einrichtung 400 Personen geimpft werden. Denn neben den Heimbewohnern stehen noch Seniorinnen und Senioren aus dem Betreuten Wohnen und mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Warteliste.

Und in drei Wochen steht eine Wiederholung dieser Impfprozedur auf dem Programm, zumal erst nach sieben bis 14 Tagen nach dieser Auffrischung eine rund 90-prozentige Immunisierung erreicht ist. Und danach ist dann auch damit zu rechnen, dass so langsam der „normale Alltag“ in der Einrichtung wieder zurückkehrt. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

Rund 4.500 Impfdosen werden erforderlich sein, um alle Personen zu impfen, die in Oberhausener Pflegeheimen wohnen, hinzu kommen die Beschäftigten von ambulanten Pflegediensten. Im nächsten Impfdurchgang werden dann die Bediensteten in Krankenhäusern geimpft sowie die über 85-jährigen Personen, die noch selbstständig leben.

Aber der Anfang ist gemacht, und so gibt es jetzt das lang ersehnte erste Licht am Ende des Tunnels – das Licht der Hoffnung, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen.

 

Start der Impfkampagne gegen das Corona-Virus im Kreis Kleve

Ein mobiles Impfteam hat am Sonntag, 27. Dezember, insgesamt 180 Personen in einer Altenpflegeeinrichtung geimpft

Auch im Kreis Kleve hat am Sonntag, 27. Dezember 2020, die bundesweite Impfkampagne gegen das Corona-Virus begonnen. Bekanntlich hatte das Land NRW allen Kreisen ein identisches Kontingent von 180 Impfdosen zur Verfügung gestellt. Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat gemeinsam mit den ersten Altenpflegeeinrichtungen die Impfungen mit mobilen Teams in den Einrichtungen vorbereitet. Insgesamt gibt es im Kreisgebiet 74 Altenpflegeheime mit etwa 3.800 Bewohnern und gut 3.800 Beschäftigten. Der Start der Impfkampagne erfolgt mit mobilen Impfteams in Pflegeeinrichtungen, um die am meisten gefährdeten Mitmenschen vor einer Corona-Infektion schützen zu können. Am Sonntag hat ein mobiles Impfteam der KVNO mit drei Ärzten ab der Mittagszeit in einer Altenpflegeeinrichtung im Kreis Kleve mit den Corona-Schutzimpfungen begonnen.

„Der bundesweite Impfstart ist ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Der Kreis Kleve hat heute 180 Impfdosen erhalten, mit denen die ersten Personen in einer Altenpflegeeinrichtung geimpft wurden. Für die nächsten Tage sind weitere Lieferungen angekündigt“, so Landrätin Silke Gorißen. „Bei gut 312.000 Kreis Klever Bürgerinnen und Bürgern stehen wir vor einer Mammut-Aufgabe, die in den nächsten Monaten viel Kraft und Ausdauer erfordern wird. Wir hoffen auf eine hohe Impfquote, damit das neue Jahr 2021 für möglichst viele Menschen ein gesundes, unbeschwerteres Jahr wird.“

Das Land NRW hat allen Kreisen und kreisfreien Städten am 24. Dezember mitgeteilt, dass die Impfzentren in den Tagen nach Weihnachten im Interesse eines reibungslos laufenden Impfprozesses die ihnen konkret zugeteilten Impfdosen-Kontingente nicht unmittelbar nach Anlieferung im Zentrallager des Landes NRW abrufen müssen. Landrätin Gorißen: „Selbstverständlich liegt es auch im Interesse des Kreises Kleve, dass die Impfungen möglichst schnell erfolgen. Jedoch bietet diese Kontingentierung insbesondere der Kassenärztlichen Vereinigung und den Altenpflegeeinrichtungen die Möglichkeit, einen kontinuierlichen Impfprozess in Gang zu setzen und flexibler zu handeln, wenn beispielsweise eine Einrichtung die umfangreichen vorbereitenden Arbeiten für die Impfungen noch nicht ganz abgeschlossen hat.“ Die nächsten Impfdosen-Lieferungen sind für den 29. und den 31. Dezember angekündigt. Wann die ersten Termine im Impfzentrum Kreis Kleve in Kalkar anstehen, hängt davon ab, wie schnell und in welcher Größenordnung weitere Impfstoff-Lieferungen des Landes NRW erfolgen. Auch hier erfolgt eine Terminvergabe durch die KVNO.

 

Impfstart in Mülheim an der Ruhr

Mehr als 80 Personen wurden heute (27.12.) im Seniorenstift St. Christopherus geimpft.

Bevor es jedoch soweit war, waren einig Vorbereitungen notwendig. „In den letzten Tagen musste viel organisiert werden“, erklärt Martin Cwik, Pflegedienstleiter im Seniorenstift. „Wir mussten die Impfung vorbereiten, aber auch die Testung neu organisieren. Dies war viel Arbeit“, erklärt er, und ist sichtlich zufrieden, dass die Impfungen nun anlaufen.

Bereits um 8:50 Uhr heute Morgen wurden die Impfdosen mit einem gekühlten Mini-LKW an das Seniorenstift geliefert. „Der Impfstoff ist sehr empfindlich und muss bei kühlen Temperaturen gelagert und vorbereitet werden“, so Dr. Stephan von Lackum, Impfarzt in Mülheim an der Ruhr. Unterstützung erhält er dabei von seiner Frau Petra von Lackum und seiner Angestellten Melissa Itmec. Als zweiter Impfarzt steht ihm zudem Dr. Peter Becker zu Seite. „Wir haben schon früher vertrauensvoll zusammengearbeitet“, so der Pensionär. „Da freue ich mich, auch heute noch helfen zu können.“

Der Beginn der Impfungen am heutigen Tag ist auch für den städtischen Krisenstab ein wesentlicher Schritt in der Bekämpfung der Pandemie. „Ich freue mich sehr über den Beginn der Impfungen“, resümiert Krisenstabsleiter Dr. Frank Steinfort. „Wir sind startklar! In den nächsten Tagen wird weiterer Impfstoff zur Verfügung stehen, den wir sofort verimpfen können.“

Und Stephan von Lackum hat noch ein großes Anliegen: „Lassen Sie sich impfen! Die Impfung ist wirksam und sicher. Und nur, wer sich impfen lässt, hat die Möglichkeit, bald wieder zu einer Normalität zurückzufinden.“

v.l.: Martin Cwik, Pflegedienstleiter im Seniorenstift St Christopherus, Impfarzt Dr. Stephan von Lackum und Impfarzt Dr. Peter Becker (Foto: T. Nienhaus)

 

Die ersten Krefelder werden im Hansa-Haus gegen das Virus geimpft

In Krefeld sind am Sonntag die ersten Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden. Ein Logistikunternehmen hatte wie geplant 120 Dosen des Impfstoffs geliefert. Ein mobiles Team, bestehend aus vier Ärzten, einer medizinischen Fachangestellten und einer pharmazeutisch-technischen Assistentin, impfte daraufhin Bewohner und Mitarbeiter im Seniorenheim der Caritas im Hansa-Haus. Die erste Dosis bekam am Mittag der 75-jährige Hans Josef Brands.

“Ein guter Tage für Krefeld!”

„Das ist ein guter Tag für Krefeld, weil wir jetzt endlich einen Ausweg aus dieser historischen Krise erahnen können. 120 Impfdosen sind nicht viel, doch sie sind ein Anfang. Jeder Mensch, der heute hier geimpft wird, hat ein deutlich kleineres Risiko zu erkranken, zu leiden und zu sterben. Deshalb ist dieser Tag ein Ansporn für uns alle, weiter gegen diese Pandemie zu kämpfen und das Notwendige zu tun, um Menschen zu schützen und uns allen Hoffnung auf ein normales Leben zu geben”, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer, der zum offiziellen Start der Impfaktion um zwölf Uhr mittags zum Hansa-Haus gekommen war.

Bereits am Vormittag hatte das Impfteam um Dr. Wilhelm Stutzinger die erste Impfaktion akribisch vorbereitet, die Einwilligungserklärungen der Bewohner gesichtet und die medizinische Vorgeschichte jedes einzelnen Patienten geprüft. Rund zwei Drittel der Bewohner hatten am ersten Tag ihre Bereitschaft erklärt, sich impfen zu lassen. „Die Impfung ist freiwillig, und jeder hat das Recht, sie abzulehnen. Diese Wahlfreiheit ist ein hohes Gut. Gleichwohl gehe ich davon aus, dass die Menschen mit der Zeit mehr Vertrauen fassen werden und sich die Impfbereitschaft weiter erhöht”, erklärte Dr. Wilhelm Stutzinger als Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung.

Vertreter von Polizei und Feuerwehr zur Absicherung vor Ort

Der Ablauf der Impfaktion war im Vorfeld bis ins Detail geplant worden. Bei der Lieferung des Impfstoffs waren Vertreter von Polizei und Feuerwehr zur Absicherung vor Ort. Jedes Mitglied des Impfteams ließ sich beim Betreten des Heims auf Corona testen. Im Haus waren drei Räume eigens für die Impfungen hergerichtet worden. Im Vorbereitungsraum wurde der Impfstoff gemischt und aufbereitet. Der Logistiker hatte die ursprünglich auf minus 75 Grad gekühlte Substanz mit einer Temperatur von zwei bis acht Grad geliefert – sie musste dann nur noch auf Raumtemperatur gebracht werden. Im Impfraum nahmen die Ärzte die Impfungen vor. Lediglich die Bewohner, die nicht mehr mobil sind, wurden in ihren Zimmern geimpft. Der dritte Raum diente der Nachbeobachtung der geimpften Personen. Bis zum frühen Nachmittag gab es keine Auffälligkeiten oder besonderen Vorkommnisse. In den kommenden Tagen wird Krefeld weitere gut 1700 Impfdosen erhalten. Die Impfteams werden die Impfungen in den Senioreneinrichtungen damit fortsetzen.

Stabile Lage

Die Zahl der Corona-Infektionen in Krefeld ist derweil über die Weihnachtsfeiertage relativ stabil geblieben. Zwischen Mittwoch und Sonntag, jeweils 0 Uhr, haben sich 222 Personen neu mit dem Virus angesteckt. Die Kliniken meldeten keinen weiteren Todesfall. Damit liegt die Gesamtzahl positiver Tests seit Beginn der Epidemie nun bei 5045 Fällen. 762 Personen sind aktuell infiziert (Mittwoch: 752), 4235 gelten als genesen. Der vom Robert-Koch-Institut ermittelte Inzidenzwert liegt aktuell bei 131 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Mittwoch: 140).

Die Situation in den Krankenhäusern blieb auch über die Feiertage angespannt. Noch immer werden 48 Krefelder mit Symptomen von Covid-19 in den Kliniken behandelt. 14 von ihnen liegen auf der Intensivstation, zehn müssen beatmet werden. Bei 37.496 Erstabstrichen im Diagnosezentrum sind noch 1189 Proben offen. 16.717-mal war eine Quarantäne fällig oder wurde angeraten.

Der Kommunale Ordnungsdienst war von Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag jeweils von 10 bis 20 Uhr im Einsatz. Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung wurden nicht festgestellt. Die sonst hochfrequentierten Fußgängerbereiche waren während der Feiertage kaum besucht.

INFO

Unter dem folgenden Link bietet die Stadt Krefeld ab sofort Fragen und Antworten rund um das Thema Impfen: https://www.krefeld.de/de/inhalt/corona-impfung-in-krefeld/.

Oberbürgermeister Frank Meyer und Dr. Wilhelm Stutzinger von der Kassenärztlichen Vereinigung nahmen die ersten 120 Dosen des Impfstoffs am Hansa-Haus in Empfang. Neben dem Impfteam standen auch Vertreter der Polizei und der Feuerwehr zur Absicherung bereit (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Andreas Bischof)

 

Corona-Impfungen im Kreis Wesel angelaufen

Am Sonntagmorgen, 27. Dezember, sind die für diesen Tag vom Land NRW angekündigten 180 Impfdosen für eine Impfung gegen das Corona-Virus im Kreis Wesel eingetroffen.

In einer Moerser Altenpflegeeinrichtung laufen seit ca. 8 Uhr die Impfungen. Mit Stand 12 Uhr wurde bereits etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Dosen verimpft. Am späten Nachmittag soll die Impfung von 180 Bewohnerinnen und Bewohner der Moerser Altenpflegeeinrichtung abgeschlossen sein. Aufgrund der guten Vorbereitung durch die Einrichtung, die kassenärztliche Vereinigung, der zuständigen Pharmazeuten und des Kreises Wesel läuft das Impfgeschehen ruhig, geordnet und auch für die Bewohner/innen unaufgeregt ab.

Die am 27. Dezember belieferte Moerser Altenpflegeeinrichtung konnte alle für eine Impfung nötigen Vorgaben gemäß der entsprechenden Handreichung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW erfüllen. Die Impfung wurde von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) organisiert und durchgeführt.

Aufgrund von Sicherheitsaspekten, Datenschutz, und der Aufgabentrennung zwischen Kreis Wesel und der KVNO wird die Kreisverwaltung im Rahmen des Impfgeschehens zunächst keine Einrichtung öffentlich namentlich benennen. Außerdem soll dieses Vorgehen in den Pflegeeinrichtungen eine möglichst ruhige Situation herstellen, da diese ohnehin durch die Auswirkungen der Pandemie seit langem vor vielen Herausforderungen stehen.

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