Martin Borges (Foto: privat)
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Moers. Im Zuge der Pandemie steht der lokale Einzelhandel ganz besonders unter Druck. Nach Zahlen des Handelsverbands war es lediglich der Hälfte der befragten Händler möglich 40 Prozent ihres Vorjahresumsatz zu erzielen. Die FDP sieht sich an der Seite des Handels: „Der Einzelhandel bewegt sich und wird innovativer“, sagt FDP-Ratsmitglied Martin Borges. „Wenn dann aber die Attraktivierung der Innenstadt wie in Moers durch die LED-Beleuchtung vorangetrieben wird, braucht es auch den Rückhalt der Bevölkerung, Zerstörung und Diebstahl vorzubeugen. Das ist eine gemeinsame Aufgabe für uns als Gesellschaft, wenn wir lebendige Innenstädte mit Einzelhandel erhalten möchten“, findet Borges.

Online-Plattformen für lokale Händler, wie die Gaststättenplattform mit Abhol- und Lieferservice der Sparkasse am Niederrhein, leisten einen guten Beitrag. So könnte sich FDP-Wirtschaftsexperte Dietmar Meier auch eine gemeinsame Online-Plattform in Zusammenarbeit mit der Moers Marketing GmbH vorstellen, die sich durch spezifisches Angebot von den globalen Onlineversandhäusern differenzieren könne: „Geschäfte in der Innenstadt bilden eine Art Cluster. Sie konkurrieren nicht nur, sondern nutzen auch gegenseitige Synergieeffekte. Eine Person, die einmal in der Innenstadt ist, kauft selten nur ein einziges Produkt bei einem Händler“, sagt Meier. Daher sei es sinnvoll, wenn Moers-Marketing eine vernetzende und koordinativ unterstützende Rolle einnimmt für offene Online-Plattform aller Einzelhändler. „Wenn ich ein Produkt auf dieser Plattform suche, muss ich herausfinden, welches Geschäft dies anbietet. So kann ich dann gezielt den Online-Shop oder die Abholstation und in naher Zukunft hoffentlich auch wieder das Geschäft selbst besuchen“, skizziert der JuLi-Vorsitzende, Henrik Stachowicz, die Idee der Moerser Liberalen. „Der Einzelhandel hat in der Pandemie gezeigt, dass vieles möglich ist. Zeit, dass er die Rückendeckung der Politik bekommt“, sind sich die Liberalen einig.

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