Einwendungen auf dem Weg zum Dezernat 52 (Foto: privat)
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Duisburg/Moers. Die Einwendungsfrist im Planfeststellungsverfahren zur Reaktivierung der Deponie Lohmannsheide in Baerl ist am 28. Dezember abgelaufen. „Nicht nur in den Wochen vor Weihnachten, sondern auch an den Weihnachtstagen selbst wurde noch an vielen Stellen engagiert an der Verhinderung der Deponie gearbeitet – buchstäblich bis zur letzten Minute“, erklären Kerstin Ciesla und Michael Zerkübel vom BUND Duisburg und BUND Moers im aktuellen Newsletter. „Am 28. Dezember haben wir nicht nur die Einwendung des BUND, sondern noch einmal 33 weitere ausführliche Bürger*inneneinwendungen und fast 100 Listen mit Unterstützer*innenunterschriften bei der Bezirksregierung persönlich abgegeben.“ Dabei waren auch die Listen, die die bei der Familie Bosch in Baerl abgegeben wurden.

So soll nach dem Bericht von Ciesla und Zerkübel ein sehr freundlicher Bediensteter der Bezirksregierung dies nicht nur mit Eingangsstempel quittiert haben, sondern auch mit dem Kommentar, dass ja schon “sehr viel zur Deponie eingegangen” sei. Dann folgte ein leicht ironischer Unterton: “… dass man sich im Dezernat 52 freuen werde … weil das ein Haufen Arbeit wird.”

„Zählt man diese weiteren Einwendungen und Unterstützer*innenlisten hinzu – wir wissen von vielen solchen Briefen, aber beileibe nicht von allen – dürfte die Anzahl der Einwender*innen und namentlicher Unterstützer*innen im oberen dreistelligen Bereich liegen. Angesichts der Einschränkungen, die uns durch die Pandemie auferlegt sind und angesichts des Weihnachtsfestes, welches doch damit verbunden ist, dass man sich lieber auf anderes besinnen möchte als Deponieplanung, ist dies ein enormer erster Erfolg“, ziehen die beiden BUND-Aktiven als Fazit. „Falls man an irgendeiner Stelle gehofft hat, dass das Vorhaben wegen Corona und Weihnachten geräuschlos durchgewunken werden kann, dann ist diese Rechnung nicht aufgegangen.“ Trotz des ersten Erfolges werde man aber nicht ruhen. „Es wird wohl einige Zeit dauern, bis alle Einwendungen durch die Bezirksregierung registriert sind und man sich dort inhaltlich damit beschäftigen kann. Danach wird sich die Vorhabenträgerin, die DAH1 GmbH, selbst auch noch mal intensiv damit befassen (müssen). Bis es dann zum Erörterungstermin kommt, zu dem alle Einwender*innen eingeladen werden, dürften dann wohl noch ein paar Monate ins Land ziehen“, beschreiben Kerstin Ciesla und Michael Zerkübel den weiteren Ablauf.

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