Rauch dringt aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss (Foto: Jens Herkströter)
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Hattingen. Die Hattinger Feuerwehr verbrachte die ruhigste Silvesternacht seit Jahren. Lediglich zweimal rückte der hauptamtliche Löschzug aus. Ziel war um 0.38 Uhr und um 1.34 Uhr das Reschop-Carré. Aufgrund von Rauch, ausgelöst durch Feuerwerkskörper im Treppenraum, löste die automatische Brandmeldeanlage aus. Beide Male blieb es bei einer Kontrolle der Einsatzstelle.

Auch der Rettungsdienst verzeichnete einen ruhigen Jahreswechsel. Es gab 10 Einsätze für die beiden auf der Hauptwache stationierten Rettungswagen. Dabei handelte es sich jedoch nicht um Einsätze die im Zusammenhang mit Silvesterfeierlichkeiten standen und beinhalten auch die Teilnahme an den Brandeinsätzen der Feuerwehr.

Ein dritter Einsatz wurde der Feuerwehr am Neujahrsmorgen um 8.07 Uhr gemeldet. Ein Anrufer aus der Talstraße sah eine Rauchentwicklung aus dem Gebäude “Holschentor”. Dies führte zur Alarmierung der hauptamtlichen Kräfte, des Löschzuges Mitte sowie die Schutzzielergänzungseinheiten Nord, Oberbredenscheid und Niederwenigern. Die ehrenamtlichen Einheiten brauchten jedoch nicht mehr ausrücken, da die Rauchentwicklung durch den Brand eines Altkleidercontainers am Gebäude entstand. Nachdem der Container gewaltsam geöffnet wurde, löschten die Einsatzkräfte den brennenden Inhalt mit einem C-Rohr und deckten die Überreste mit Löschschaum ab.

Der letzte Einsatz im alten Jahr fiel etwas umfangreicher aus. Um 15.52 Uhr wurde ein Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus “Im Mühlenwinkel” gemeldet. Bei Eintreffen der ersten Kräfte drang bereits dichter Rauch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss. Die drei Personen, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs in der Wohnung befanden, konnten diese aus eigener Kraft verlassen. Sie hatten bereits erste Löschversuche mit einem Feuerlöscher unternommen.

Die Einsatzkräfte der Hattinger Feuerwehr gingen umgehend unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung in die verrauchte Wohnung vor. Im Bereich der Küche brannten die Dunstabzugshaube und die angrenzenden Schränke. Die Deckenverkleidung hatte ebenfalls Feuer gefangen. Schnell gelang es den eingesetzten Kräften den Brand unter Kontrolle zu bringen und somit eine Ausbreitung zu verhindern. Um weitere Glutnester ablöschen zu können, mussten Teile der Deckenverkleidung sowie Teile der Küchenschränke entfernt werden.

Während der Löscharbeiten versorgten Rettungsdienst und Notarzt die drei Bewohner. Vorsorglich wurden alle drei mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus transportiert.

Im Gebäude wurde ein zweiter Trupp unter schwerem Atemschutz zur Kontrolle der weiteren Wohnungen eingesetzt. Hier befanden sich jedoch keine weiteren Bewohner.

Zur Belüftung und Entrauchung der Brandwohnung setzten die Einsatzkräfte einen Hochleistungslüfter ein. Nach einer abschließenden Kontrolle der Brandstelle mit einer Wärmebildkamera konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.

An dem rund einstündigen Einsatz waren die hauptamtlichen Kräfte, der Löschzug Mitte sowie die Schutzzielergänzungseinheiten Nord, Oberbredenscheid und Niederwenigern mit 54 Kräften beteiligt. Hinzu kamen die Besatzungen von zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug. (ots)

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