Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort (Foto: Walter Schernstein)
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Mülheim. „Ab wann kann ich mich impfen lassen?” – immer wieder haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt in den ersten Tagen des neuen Jahres diese Frage gestellt.

“In einer Pressekonferenz hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montag angekündigt, mobile 80-Jährige könnten ab Februar die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen aufsuchen. Ab dem 18. Januar sollen die Betroffenen auch mit einem Schreiben des Ministers über das Verfahren informiert werden”, so Mülheims Krisenstabsleiter, Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort.

Zum Schreiben ergänzt er: “Wir kennen den Wortlaut des Briefes noch nicht. Er ist uns kurzfristig angekündigt. Wenn er uns vorliegt, werden wir wissen, welche Informationen wir noch ergänzen müssen, damit die über 80-jährigen Bürgerinnen und Bürger Mülheims so gut wie möglich über alles rund um die Impfung inklusive Terminvereinbarung und Ablauf unterrichtet sind.”

Nach wie vor gilt aber: Zum jetzigen Zeitpunkt können noch keine Termine für einen Besuch des Impfzentrums vereinbart werden, auch Wartelisten werden nicht geführt. Aus diesem Grund bitten alle Beteiligten darum, weder bei der Stadtverwaltung noch bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) anzurufen, um einen Termin zu vereinbaren. „Dies blockiert aktuell unnötig Kapazitäten, die für andere Aufgaben benötigt werden. Sobald die KV die für einen Besuch des Impfzentrums zwingend notwendigen Termine über die Telefonnummer 116 117 oder über das Internet vergeben kann, wird dies bekanntgeben“, ergänzt Mülheim Stadtpressesprecher Volker Wiebels.

Stichwort Impfreihenfolge

Grundlage für die Reihenfolge, in der auch die Bürger Mülheims gegen Corona geimpft werden, ist eine Rechtsverordnung des Bundes. Sie nennt als vorrangig zu berücksichtigende Gruppen Bewohner von Seniorenheimen, Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, Mitarbeiter in Notaufnahmen, des Rettungsdienstes und von COVID-19 Stationen sowie Beschäftige in medizinischen Einrichtungen sowie in der ambulanten und stationären Altenpflege mit engem Kontakt zu den besonders gefährdeten Gruppen.

Da in den stationären Pflegeheimen die schwersten Verläufe und die meisten Todesfälle zu verzeichnen sind, hat Nordrhein-Westfalen sich in diesem Rahmen dazu entschieden, zunächst dort Bewohner und Mitarbeiter zu impfen.

Weitere Impfungen

8. Januar, insgesamt 425 Impfdosen für die Einrichtungen: Wohnpark Dimbeck, Haus Gloria, Wohnstift Uhlenhorst, Lebenshilfe Springweg

9. Januar, insgesamt 305 Impfdosen für die Einrichtungen: Haus Noah, Marienhof, St. Engelbertus Stift.

Stadt warnt vor gefährlichen E-Mails: Absender bietet Impfermine an, Link mit Virus verseucht

Die Stadt warnt vor gefährlichen E-Mails, die derzeit an Mülheimerinnen und Mülheimer versendet werden. Stadtsprecher Volker Wiebels: „Mit diesen E-Mails bietet der Absender den Empfängern Impftermine an. Man möge auf einen Link klicken und können sich so einloggen. Was wirklich passiert ist, dass man sich einen gefährlichen Virus auf seinen Rechner lädt, der großen Schaden anrichten kann.“

Wer eine solche E-Mail erhält, sollte auf keinen Fall auf den Link klicken. Besser ist es sogar die E-Mail gleich zu löschen, so Wiebels. „Impftermine für die nächste Gruppe der über 80-jährigen werden erst ab Mitte des Monats vergeben. Zuvor erhalten alle Berechtigten ein entsprechendes Schreiben mit allen Informationen nach Hause. Hierin wird auch die Telefonnummer bekannt gegeben, unter der man sich dann einen entsprechenden Impfttermin reservieren lassen kann.“

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